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MILITÄR: Armeespitze zeigt Bereitschaft – und sich selbst

In der Schweizer Luftwaffe soll künftig im 24-Stunden-Betrieb operieren können. Wie das geschehen soll, hat die Armeespitze in Payerne präsentiert.
Eva Novak/Payerne
Startklar: Ein Pilot steigt in ein F/A-18-Flugzeug. (Bild: Keystone)

Startklar: Ein Pilot steigt in ein F/A-18-Flugzeug. (Bild: Keystone)

Will die Schweiz der Welt nicht wieder eine Lachnummer bieten wie im Februar 2014, dann muss es rasch gehen. Zwei französische Kampfjets mussten damals eine entführte Boeing der Ethiopian Airlines zum Genfer Flughafen eskortieren, weil die hiesige Luftwaffe nicht einsatzbereit war. Künftig wird die Schweizer Armee derlei Einsätze auch ausserhalb der Bürozeiten selber übernehmen können. Wie genau, präsentierten die Spitzen von Armee und Verteidigungsdepartement den Medien gestern in Payerne.

Der Waadtländer Militärflugplatz ist als Hauptstandort für die 24-Stunden-Bereitschaft vorgesehen. Sollten allerdings von da aus keine Starts möglich sein, etwa wegen Nebels, gibt es jede Menge Ausweichflugplätze im In- und Ausland. Allen voran Emmen. Die Luzerner Vorortsgemeinde ist «primärer Alternativstandort», wie es Divisionär Claude Meier, Leiter der Projektaufsicht, nennt. Lautlos geht das natürlich nicht: «Es kann dazu führen, dass man am Boden einen Überschallknall hört – an Orten, wo man sich das nicht so gewöhnt ist», so Meier. Vielleicht auch mal abends oder am Sonntag. Zusätzliche Flugbewegungen in der Region werde es deswegen aber nicht geben.

SCHWEIZ ARMEEBOTSHAFT 2017 PARMELIN (Bild: Keystone)
SCHWEIZ ARMEEBOTSCHAFT 2017 PARMELIN (Bild: Keystone)
SCHWEIZ ARMEEBOTSCHAFT 2017 PARMELIN (Bild: Keystone)
SCHWEIZ ARMEEBOTSCHAFT 2017 PARMELIN (Bild: Keystone)
SCHWEIZ ARMEEBOTSCHAFT 2017 PARMELIN (Bild: Keystone)
SCHWEIZ ARMEEBOTSCHAFT 2017 PARMELIN (Bild: Keystone)
SCHWEIZ ARMEEBOTSCHAFT 2017 PARMELIN (Bild: Keystone)
SCHWEIZ ARMEEBOTSCHAFT 2017 PARMELIN (Bild: Keystone)
SCHWEIZ ARMEEBOTSCHAFT 2017 PARMELIN (Bild: Keystone)
SCHWEIZ ARMEEBOTSCHAFT 2017 PARMELIN (Bild: Keystone)
10 Bilder

Präsentation der Luftwaffe in Payerne


Bei der gestrigen Präsentation musste nicht auf Emmen ausgewichen werden, in Payerne lachte die Sonne. Mit Hörschutz bewaffnet konnten sich die Medienvertreter davon überzeugen, dass ein F/A-18 tatsächlich ganz schön laut ist. Verteidigungsminister Guy Parmelin wusste es bereits. Nicht umsonst hat er sich kürzlich bei der Landung in Bern-Belpmoos demonstrationshalber von zwei F/A-18 begleiten lassen. Dank seinem Experiment teilen nun auch die Bernerinnen und Berner dieses Wissen mit der Bevölkerung von Emmen. Und mit jener von Payerne.

In weniger als 15 Minuten waren die beiden Jets auftragsgemäss in der Luft. Die Piloten hatten ihre Boxen, in denen sie jeweils ihrer Einsätze harren und sogar mit Essen versorgt werden, verlassen, sich in die Montur gestürzt und das Cockpit bestiegen. Erst 2021 wird die Luftwaffe indessen ständig derart bereit sein. So lange dauert es, um die Piloten, Mechaniker und Flugsicherungs-Spezialisten zu rekrutieren und auszubilden.
Zur Armeebotschaft mit Krediten von total 2,1 Milliarden Franken, die der Bundesrat vor Monatsfrist verabschiedet hat, war in Payerne nichts Neues zu erfahren. Umso stärker richtete sich die Aufmerksamkeit der Medienschaffenden auf die erneuerte Armeespitze, die sich ihnen präsentierte: Bernhard Müller, soeben zum Kommandanten der Luftwaffe ernannt, sowie Armeechef Philippe Rebord.

Letzterer liess sich indes nicht in die Karten blicken. Selbst auf hartnäckigste Nachfragen wollte er partout nicht verraten, wie viel länger die Schweiz mit der zu beschaffenden Munition – mit 225 Millionen Franken umstrittenster Posten des Rüstungsprogramms – durchhalten kann: «Wir betrachten unsere Vorräte als geheim». Er bestätigte nur, dass die Munition dazu dient, die 35000 Mann auszurüsten, die künftig innert zehn Tagen mobilisiert werden sollen. Und dass zurzeit kein europäisches Land über eine derart hohe Bereitschaft verfüge. Womit die Schweizer Armee zumindest zur besten Armee Europas würde.

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