Mildere Strafe für Hermann Lei

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Justiz Das Zürcher Obergericht hat gestern Hermann Lei und einen Bankangestellten wegen Bankgeheimnisverletzung in der «Affäre Hildebrand» zu bedingten Geldstrafen verurteilt. Das Obergericht bestrafte den Thurgauer SVP-Kantonsrat und Anwalt wegen Gehilfenschaft zur Verletzung des Bankgeheimnisses mit einer bedingten Geldstrafe von 40 Tagessätzen à 340 Franken. Im April 2016 hatte ihm das Bezirksgericht Zürich noch 120 Tagessätze auferlegt. Der zweite Beschuldigte, ein ehemaliger IT-Mitarbeiter einer Bank, wurde wegen Bankgeheimnisverletzung mit einer bedingten Geldstrafe von 70 Tagessätzen à 30 Franken bestraft. Das Bezirksgericht hatte ihn mit 45 Tagessätzen milder bestraft. Wie der Oberrichter im Rahmen der mündlichen Urteilseröffnung ausführte, sei das Bankgeheimnis verletzt worden, als die beiden alt Bundesrat Christoph Blocher informiert hätten. Lei habe dabei unter anderem den Kontakt vermittelt und das Treffen organisiert. Damit habe er wesentliche Tatbeiträge geleistet. Ob die Verurteilung Folgen für Leis Anwaltstätigkeit hat, ist noch unklar. Nach Angaben des Thurgauer Anwaltsverbands wird der Vorstand Ende Monat «zusammenkommen und die Angelegenheit Lei thematisieren».(sda)