Milchbauern-Streit: Walter solls richten

Hansjörg Walter, Thurgauer Nationalrat und ehemaliger Präsident des Schweizerischen Bauernverbandes, soll dem gebeutelten Verband der Schweizer Milchproduzenten (SMP) auf die Beine helfen.

Merken
Drucken
Teilen
Hansjörg Walter (Bild: ky)

Hansjörg Walter (Bild: ky)

Hansjörg Walter, Thurgauer Nationalrat und ehemaliger Präsident des Schweizerischen Bauernverbandes, soll dem gebeutelten Verband der Schweizer Milchproduzenten (SMP) auf die Beine helfen. Dieser hatte Anfang Februar mit dem Doppel-Rücktritt von Präsident Peter Gfeller und Direktor Albert Rösti für Aufsehen gesorgt. Als Grund für seinen Rücktritt gab das Duo an, dass Beschlüsse des Vorstands zur Stabilisierung des ausser Kontrolle geratenen Milchmarktes stets von regionalen Organisationen unterlaufen worden seien. Die angesprochenen Milchproduzenten wiesen den Vorwurf zurück. Vor allem in den Agrarmedien begann alsdann die Gerüchteküche zu brodeln. Und plötzlich wurde Hansjörg Walter als möglicher SMP-Präsident gehandelt.

Walter winkt aber ab. Das Präsidium sei für ihn kein Thema. «Vor den personellen Fragen müssen wir jetzt erst einmal über die zukünftigen Strukturen des SMP sprechen. Es ist denkbar, dass ich in diesem Bereich in beratender Funktion mitwirke», sagt Walter. Unter anderem müsse auch das Verhältnis der Milchproduzenten zum Schweizerischer Bauernverband klar definiert werden. «Bis jetzt machte vor allem der Bauernverband das ganze Lobbying.» Ruedi Schnyder, SMP-Vizepräsident, sagte gegenüber unserer Zeitung, dass sich der Verband der Milchproduzenten von einer Gewerkschaft für Milchbauern mehr in Richtung einer Berufsorganisation entwickeln solle. (win)