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Meteorologen zur Trockenheit: «Die Lage ist sehr besorgniserregend»

Die erwarteten Niederschläge der nächsten Tage sind bloss ein Tropfen auf den heissen Stein. Die Schweiz trocknet langsam aus. «Die Freude über das anhaltend schöne Wetter könnte bald getrübt werden», sagt ein Sprecher von MeteoNews, und er malt düstere Szenarien an die Wand.
Marc Benedetti
Der zum Teil völlig ausgetrocknete Ballenbach bei Escholzmatt. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Escholzmatt, 18. Juli 2018))

Der zum Teil völlig ausgetrocknete Ballenbach bei Escholzmatt. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Escholzmatt, 18. Juli 2018))

Auch wenn es am Wochenende mit den erwarteten Niederschlägen eine Abkühlung geben wird: In der kommenden Woche kommt die nächste sehr warme bis heisse und oft trockene Phase auf uns zu, die Trockenheit wird sich so wieder verschärfen und ein grosses Thema bleiben. «Die Bevölkerung hat zwar Freude, dass es immer schön und warm ist», sagt Roger Perret von MeteoNews, «doch die Lage ist besorgniserregend. Wenns so weiter geht, wird’s ganz schlimm.»

Will heissen: Bäume in den Wäldern könnten kaputt gehen durch die Trockenheit; die Waldbrandgefahr wird ebenfalls immer grösser. Auch die teilweise begonnene Verfärbung der Laubbäume als Reaktion auf die Trockenheit wird sich noch verstärken. Die Seen erhitzen sich immer mehr, ein Fischsterben ist möglich. Die Auswirkungen auf die Landwirtschaft sind ebenfalls gravierend, wegen der frühen Ernte können die Bauern viel Gemüse und Früchte gar nicht absetzen (wir berichteten).

Senioren leiden unter der Hitze

Doch nicht nur die Flora und Fauna, auch der Mensch leidet unter den Temperaturen. «Alte Menschen vertragen die extreme Hitze schlecht. Im Rekordsommer 2003 starben viele Senioren», erinnert Roger Perret. Auch von den Temperaturen her bewegen man sich nahezu auf dem Niveau von 2003. «Auch wenn es bisher nicht so viele sehr heisse Tage wie 2003 gegeben hat». Falle der Niederschlag bis zum 1. August weitgehend aus oder beschränke sich auf örtliche Gewitter, seien auch die Feuer und Feuerwerke am 1. August in Gefahr. Die Behörden müssten dann Verbote erlassen.

Freitag bis Sonntag Niederschläge erwartet

Heute Freitag kommen in der zweiten Tageshälfte ein paar teilweise kräftige Schauer und Gewitter auf. Zuvor wird es mit rund 30 Grad allerdings nochmals heiss. Morgen Samstag gibt es weitere Regengüsse und Gewitter. Die Temperaturen sind mit zirka 20 Grad deutlich tiefer. Am Sonntag erwartet MeteoNews nur noch stellenweise gewittrige Schauer, teilte der Wetterdienst mit. Gesamthaft kommen bis Samstagabend etwa 10 bis 40 Liter Regen pro Quadratmeter, örtlich auch mehr zusammen.«Die Trockenheit dürfte so vorübergehend etwas gemindert werden. Aber der Regen reiche nicht aus, um die ausgebliebenen Niederschläge der letzten Monate auszugleichen.

Trockenheit: die Schattenseiten des Sonnenscheins

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