Mehrheit für AHV-Reform

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Altersvorsorge Die Zeit ist reif für einen Kompromiss: Dieser Ansicht scheint laut einer Umfrage derzeit die Mehrheit der Stimmberechtigten zu sein, wenn es um die Reform der Altersvorsorge geht. Auch für die Sozialdirektorenkonferenz überwiegen die Vorteile des Abstimmungspakets. Laut einer Planungsstudie des Forschungsinstituts «gfs.bern» spricht sich aktuell eine Mehrheit der Stimmberechtigten in der Schweiz für die «Altersreform 2020» aus, über die im September abgestimmt wird. Über die Studie berichteten die Zeitungen «Südostschweiz am Wochenende» und «Schweiz am Wochenende». Sie liegt der Nachrichtenagentur SDA vor.

60 Prozent der Befragten sagen darin, sie seien bestimmt oder eher für die AHV-Reform, während mit 28 Prozent eine klare Minderheit bestimmt oder eher dagegen eintritt. Die meisten Befürworter (73 Prozent) geben als Grund für ihre Zustimmung an, dass die Zeit reif sei für einen Kompromiss. Dieser Gedanke überzeugt offensichtlich nicht nur die Unter-40-Jährigen (63 Prozent Zustimmung), sondern auch die Stimmberechtigten im Pensionsalter (66 Prozent Zustimmung).

Interessanterweise wird der Kompromissgedanke auch bei einer Mehrheit der FDP-Sympathisanten hochgehalten. Diese Wählerbasis spricht sich mit 60 Prozent deutlich für ein Ja aus, obwohl die FDP die Vorlage zusammen mit der SVP heftig bekämpft. Die Zustimmung der SVP-Wähler liegt mit 38 Prozent deutlich unter dem Ja-Schnitt.

Auch einzelne Exponenten fahren in dieser Frage einen anderen Kurs. So etwa der St. Galler FDP-Regierungsrat Martin Klöti, der auch als Vizepräsident der Sozialdirektorenkonferenz amtet. Die «Altersvorsorge 2020» bringe mehr Vor- als Nachteile, sagte Klöti in einem Interview mit den Zeitungen «Tages-Anzeiger» und «Der Bund». Dieser Ansicht sei auch die Sozialdirektorenkonferenz. (sda)