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Mehr Auf als Ab für die kleinen Parteien

Grüne und GLP starten mit guten Aussichten ins Wahljahr. Das gilt für die BDP weniger.
Sven Altermatt
Grünen-Präsidentin Regula Rytz darf auf Sitzgewinne ihrer Partei hoffen. (Bild: ky)

Grünen-Präsidentin Regula Rytz darf auf Sitzgewinne ihrer Partei hoffen. (Bild: ky)

40 Jahre wird es 2019 her sein, seit die Grünen ins Bundesparlament eingezogen sind. 1979 eroberten sie ihren ersten Sitz im Nationalrat. Heute halten sie – bei einem Wähleranteil von sieben Prozent – elf Sitze in der grossen Kammer und einen im Ständerat. Ihre Fraktion ist die weiblichste und jüngste im Parlament. Sollten die Umfragen recht behalten, dürfte die Partei 2019 ordentlich zulegen.

Die Vorzeichen dafür stehen gut, in den kantonalen Wahlen seit 2015 haben die Grünen unter Präsidentin Regula Rytz 18 Sitze gewonnen. Einerseits ist es der Zeitgeist, der ihnen einen Aufschwung beschert: Die Sorge um den Klimawandel steht wieder auf der Politagenda. Andererseits konnten sich die Grünen als Oppositionskraft ohne Bundesrat bei Fragen der sozialen Gerechtigkeit und der Steuerpolitik prononcierter geben als die SP.

Alle wollen progressiv sein

Gut unterwegs sind auch die Grünliberalen, die genauso vom wiedererweckten Interesse an Energiethemen profitieren. Dem jüngst veröffentlichten SRG-Wahlbarometer zufolge können sie, die aktuell sieben Nationalratssitze halten, ihren Wähleranteil von 4,6 auf 5,7 Prozent erhöhen. Es wäre das beste Ergebnis ihrer erst ein Jahrzehnt alten Geschichte. Auch wenn der eher zurückhaltende Präsident Jürg Grossen aus dem Berner Oberland kommt: Die GLP ist urban geprägt, ihre Exponenten gelten als pragmatisch-rationale, bisweilen technokratische Politiker. Neben ökologischen Dossiers besetzt die Partei auch Gleichstellungsthemen. Der genaue Platz der GLP in der Parteienlandschaft ist jedoch noch immer nicht festgelegt. Bislang durfte sie sich stets auf Wechselwähler verlassen – und diese sind naturgemäss kein sicherer Wert.

Als progressive Alternative empfiehlt sich auch die BDP, die kleinste Oppositionsfraktion. «Modern und offen», lautet ein Leitsatz von Parteichef Martin Landolt. Fraktionschefin Rosmarie Quadranti etwa ist eine energische Fürsprecherin der Gleichstellung homosexueller Paare. Allerdings: Ihre Wähler fand die BDP als SVP-Abspaltung bisher immer im ländlichen Milieu – wird der Graben zu ihrem Stamm­elektorat noch grösser? Die Aussichten der BDP, die bei einem Wähleranteil von 4,1 Prozent derzeit sieben Nationalräte sowie einen Ständerat hat, sind nicht rosig. Gemäss Umfragen verliert sie weiter und fällt unter vier Prozent.

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