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MEDIENNUTZUNG: Smartphones erobern die Kinderzimmer

Das Smartphone liegt den Schweizer Kindern am Herzen wie kein anderes Medium. Am liebsten nutzen sie es für Spiele, ihre Lieblingsapp heisst Youtube.

Längst hat das Smartphone die Welt der Erwachsenen erobert, und eine neue Untersuchung zeigt: Auch in viele Schweizer Kinderzimmer ist das Gerät mittlerweile vorgedrungen. Und auch wenn sie immer noch häufiger fernsehen, Musik hören oder ein Buch lesen: Das beliebteste Gerät unter Schweizer Kindern ist das Handy, auf Platz zwei folgt das Tablet. Das zeigt die Mike-Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Diese hat die Mediennutzung von über 1100 Kindern zwischen 6 und 13 Jahren untersucht. Aus der Studie geht einerseits hervor, dass Schweizer Kinder sich nach wie vor gerne analog beschäftigen. Fast jedes Kind spielt mindestens einmal wöchentlich draussen; 84 Prozent treiben jede Woche mindestens einmal ausserhalb der Schule Sport.

Vor allem aber zeigt die Studie, wie verbreitet Handy und Smartphone unterdessen auch bei den Jüngsten sind. Bereits von den 6- und 7-Jährigen besitzt ein Viertel ein solches Gerät. Je älter die Kinder sind, desto höher wird der Anteil. Bei den 12- und 13-Jährigen ist das Smartphone Standard, 82 Prozent verfügen über eines. Laut der Studie spielt dabei auch die Herkunft eine Rolle: Kinder mit Wurzeln im Ausland haben signifikant häufiger ein eigenes Smartphone, ein eigenes Tablet und einen eigenen Laptop.

Bildschirme sollen aus Zimmern verschwinden

Was treiben die Kinder mit ihren Smartphones? Am liebsten spielen sie laut der Studie Games, schauen Videos, hören Musik und verschicken Nachrichten. Einen kleinen Stellenwert hat das Telefonieren; nur 12 Prozent der Befragten gaben an, ihr Smartphone jeden oder fast jeden Tag dafür zu nutzen. Die Lieblingsapp der Schweizer Kinder ist jene des Videoportals Youtube, und zwar mit Abstand. Dahinter folgt die Kommunikationsapp Whatsapp, die weiteren Plätze belegen Instagram und Snapchat. Die Kinder wurden in der Studie auch ­befragt, wie oft sie das Handy ­benutzen, wenn sie eigentlich schlafen sollten. Die Ergebnisse stimmen nachdenklich: Jedes fünfte Kind gab an, dass dies einmal oder mehrmals pro Woche vorkomme; bei 14 Prozent ist es gar jede oder fast jede Nacht der Fall. Die Plattform Jugend und Medien, die im Auftrag des Bundes Tipps für den Umgang mit Handy und Internet gibt, empfiehlt auch vor diesem Hintergrund, Bildschirme aus dem Kinderzimmer zu verbannen.

Interessant ist in diesem ­Zusammenhang, wie stark die ­Eltern ihren Kindern bei der ­Mediennutzung auf die Finger schauen. Hier zeigt sich, dass sie eher regeln, wie lange ihr Nachwuchs fernsehen (86 Prozent der Eltern) oder das Handy nutzen (78 Prozent) darf. Nachgiebiger sind die Eltern demgegenüber bezüglich des Verwendungszwecks. 30 Prozent etwa machen ihren Kindern keine Vorgaben, welche Games sie spielen dürfen. Bei der Handynutzung verzichten 28 Prozent auf Regeln.

Dominic Wirth

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