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Medienförderung soll angepasst ­werden

Service public Die Gesellschaft ist auf Medieninhalte angewiesen, die der Markt nicht alleine bereitstellen kann. Das gilt aus Sicht der Eidgenössischen Medienkommission (Emek) auch im digitalen Zeitalter. Die Kommission plädiert deshalb für eine Reform der Medienförderung.

Ihr gestern präsentiertes Pa­pier enthält drei Vorschläge: Sie stellt erstens eine technologieneutrale direkte Medienförderung zur Diskussion. Heute werden Printmedien über eine Verbilligung der Zustellung gefördert. Künftig sollen auch Online­medien profitieren. In der digitalen Welt bestehe die Gefahr, dass gesellschaftlich relevanter Onlinejournalismus durch pseudojournalistische Angebote verdrängt werde.

SRG muss auch junges ­Publikum erreichen

Zweitens soll die SRG den digi­talen Verhältnissen angepasst werden, damit sie auch das junge Publikum erreicht. Das bedeute aber nicht, dass die SRG alles anbieten solle, so die Emek. Eine ­öffentliche Medienorganisation müsse sich von rein werbefinanzierten Anbietern unterscheiden. Drittens könnte durch Regeln zu Netzzugang, Netzneutralität und Algorithmen sichergestellt werden, dass die Bevölkerung weiterhin Zugang zu einem publi­zistisch umfassenden und viel­fältigen Medienangebot hat. Die Digitalisierung stelle Medien auch vor die Herausforderung, wie publizistische Inhalte ihren Weg zu den Nutzerinnen und Nutzern fänden. Denn Bedeutung erlangten publizistische Inhalte erst mit der Nutzung. In einer On-Demand-Welt verschärfe sich das Problem.

Die Kommission thematisiert auch die Medienkompetenz. Die Diskussion um «Fake-News» und «Filterblasen» zeige, dass die ­Beurteilung der Qualität von ­Medieninhalten in der digitalen Welt alles andere als einfach sei. Entsprechend brauche es An­regungen zur Förderung der ­Medienkompetenz.

Das Fazit der vom Bundesrat eingesetzten Medienkommission: Eine aktive Politik zur Gestaltung der Schweizer Medienlandschaft ist möglich und kann sich auf ­legitime öffentliche Interessen stützen. (sda)

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