Maurer schreibt Ruag-Slogan in Trumps Gästebuch – und tut sich schwer im CNN-Interview

Bundesrat Ueli Maurer verewigte sich als «Präsident Switzerland» im Gästebuch des Weissen Haus – dabei verrutschte ihm ein «H» und auch im CNN-Interview lief nicht alles optimal.

Drucken
Teilen
Ueli Maurers Gästebucheintrag und sein Auftritt im US-amerikanischen Fernsehen. (Bilder: Screenshot/Twitter)

Ueli Maurers Gästebucheintrag und sein Auftritt im US-amerikanischen Fernsehen. (Bilder: Screenshot/Twitter)

(mwa/jaw/watson) Den Eintrag ins Gästebuch muss sich der Gast meist innert Sekunden ausdenken. Wer macht sich schon Gedanken darüber, bevor einem der Gastgeber das Buch hinstreckt? Auch Ueli Maurer dürfte sich nach seinem Besuch bei US-Präsident Trump spontan im Gästebuch verewigt haben. Er hielt sich kurz, bedankte sich zunächst bei Trump für die Einladung ins Weisse Haus. Dabei unterlief ihm ein Schreibfehler: Im «Withe House» (sic!) verrutschte ihm das erste «H».

Um die Gemeinsamkeiten der Schweiz und den USA zu betonen, bediente sich der Bundespräsident beim Schweizer Rüstungskonzern Ruag. Dieser lautet: «Together ahead».

Unterschrieben hat Maurer mit einer Mischung aus Deutsch und Englisch: Statt President of Switzerland schrieb er kurzerhand «Präsident Switzerland».

Maurer im CNN-Interview

Nach dem Besuch bei Trump stellte sich Maurer dem TV-Sender CNN für ein Live-Interview zur Verfügung. Die in Englisch gestellten Fragen der Moderatorin schienen den Bundespräsidenten zuweilen zu überfordern. Immer wieder blickte er zur Person, die ihm die Fragen gut hörbar ins Schweizerdeutsch übersetzte.

Maurer gab sich im Interview, in dem es um die US-iranische Krise ging, karg. Mehrmals sagte er, er könne nicht über das Gespräch mit Trump reden. Auf die Rolle angesprochen, die die Schweiz im Konflikt einnehmen könne, sagte er: «Wir haben keine Rolle zu spielen. Die Schweiz ist kein globaler Player.» Auch seine konkrete Mitteilung an Trump wollte er nicht offenlegen: «Das ist nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.»

Maurer wollte lieber über das Freihandelsabkommen sprechen. Aber die Moderatorin liess nicht locker: Jahrelang verhandelte man mit dem Iran über das Atomabkommen. «Denken Sie, dass das verlorene Jahre sind?» Die Moderatorin musste die Frage wiederholen, eine Antwort bekam sie trotzdem nicht: «I can nothing say to this issue», entgegnete ihr Maurer etwas hölzern.