Mahnende Worte aus der Schweiz

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Unmut Auch in der Schweiz hat der Entscheid von US-Präsident Donald Trump Wellen geworfen. Die Grünen und Greenpeace organisierten gestern eine Kundgebung mit Dutzenden Teilnehmern vor der amerikanischen Botschaft in Bern. Die offizielle Schweiz kritisierte den Alleingang ebenfalls. Bundespräsidentin und Energieministerin Doris Leuthard erinnerte die USA an ihre «Verantwortung gegenüber dem Rest der Welt». Just nächste Woche befasst sich Bundesbern wieder mit dem Pariser Abkommen. Der Ständerat wird sich dann voraussichtlich, wie schon der Nationalrat zuvor, für eine Ratifizierung aussprechen. Werner Luginbühl, Berner BDP-Ständerat und Präsident der zuständigen Umweltkommission, spricht zwar von einem «katastrophalen Signal» aus den USA, fügt aber hinzu: «Die Schweiz muss jetzt erst recht am eingeschlagenen Weg festhalten.»

Dieser umfasst bei den Treibhausgasemissionen ein Reduktionsziel von 50 Prozent bis ins Jahr 2030. Das hat bereits im Nationalrat zu reden gegeben; der Versuch von FDP und SVP, das Ziel zu senken, scheiterte knapp. Auch im Ständerat liegt ein ähnlicher Antrag vor, der aber chancenlos bleiben dürfte. Er stammt aus den Reihen der SVP, die sich als einzige Partei auch gegen die Ratifizierung des Abkommens wehrt. (dow)