Luzern und Bern büssen Sitz ein

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Nationalrat Die Westschweiz gewinnt im Bundeshaus an Einfluss: Die Kantone Waadt und Genf können bei den Nationalratswahlen 2019 je einen Sitz mehr besetzen. Waadt wies in den letzten vier Jahren ein Bevölkerungswachstum von 6,9 Prozent auf. Seine Deputation wächst deswegen auf 19 Sitze. Genf legte um 5,7 Prozent bei der Bevölkerung zu und schickt künftig zwölf statt wie heute elf Nationalräte nach Bern.

Zu den Verlierern gehören die Kantone Bern und Luzern. Als die Sitzzahl 1963 auf 200 festgelegt wurde, hatte Bern noch 33 Vertreter im Bundeshaus. Bald werden es nur noch 24 sein. Auch Luzern büsst eine Vertretung ein. Der Kanton kann bei den Wahlen 2019 nun neun Sitze in der grossen Kammer besetzen. Seit 1991 hatte Luzern zehn Sitze gehalten.

Die Anzahl Nationalratssitze wird für jede Legislatur neu verteilt. Entscheidend ist die Grösse der Wohnbevölkerung. Aufgrund der Erhebungen des Bundesamts für Statistik hat der Bundesrat die Sitzverteilung nun festgelegt. In den Kantonen Bern und Luzern ist die Bevölkerung zwar gestiegen, aber weniger stark als in anderen Regionen. (sda)