Linksradikale attackieren Köppel und Mörgeli mit Milchshake – Wirt verurteilt Intoleranz

Linksextreme überschütteten in einem Zürcher Café zwei SVP-Politiker mit Getränken. Diese hielten dort eine Mittags-Sitzung ab. Die Begründung der Extremisten: «Wir tolerieren die hier nicht».

(mlu/watson.ch)
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Die Attacke auf SVP-Alt-Nationalrat Christoph Mörgeli.

Die Attacke auf SVP-Alt-Nationalrat Christoph Mörgeli.

Bild: instagram.com/rjz.ch

Am letzten Mittwoch attackierten Linksextreme im Zürcher Café Sphères Alt-Nationalrat und «Weltwoche»-Autor Christoph Mörgeli. Sie schütteten ihm ein Getränk ins Gesicht. Auch Roger Köppel soll vom Angriff etwas abbekommmen haben.

Die Linksextremisten begründeten ihren Angriff damit, dass die «Weltwoche» rassistische, sexistische und menschenfeindliche Hetze verbreite. Nun wurden auf dem Instagram-Account der Revolutionären Jugend Zürich Bilder und ein Video der Tat veröffentlicht.

Im eher linksalternativen Zürcher Café hält die Weltwoche-Redaktion von SVP-Nationalrat Köppel jeweils ihre wöchentliche Themensitzung ab.

Gegenüber dem «Tages-Anzeiger» bestätigte ein Sprecher der Zürcher Stadtpolizei einen Einsatz im Sphères am Mittwoch. Ob ein Strafantrag eingegangen ist, konnte er aber nicht sagen.

Köppel und Mörgeli haben sie bislang zu dem Vorfall nicht öffentlich geäussert. «Weltwoche»-Redaktor Alex Bauer bezeichnete den Angriff auf Twitter als «feige» und «hinterhältig»:

Bereits im Oktober kam es zu Unstimmigkeiten, als Köppel via Twitter verbreitete, seine Redaktion sei aus dem Sphères gesperrt worden – was der Wirt aber stets bestritt. Schlussendlich sprach der SVP-Nationalrat von einem Missverständnis.

Die Betreiber des Sphères ärgern sich darüber, dass ihr Lokal von «rechten und linken Aktivisten für ihre Zwecke benutzt» werden. In einem Facebook-Post schreiben sie am Sonntagabend weiter: «Wir verurteilen jegliche Gewalt, Hassreden und linke wie rechte Intoleranz.»

Die öffentliche Stellungnahme des Café Sphères

«Zuerst werden wir von Roger Köppel der "Linken Intoleranz" bezeichnet, danach beschimpft uns die Linke Gruppierung RJZ als "Rechte Arschkriecher". Wir sind ein Kultur-Café, welches allen Personen offensteht, gelten als offener Raum und genau dort sollte Toleranz und Meinungsfreiheit stattfinden. Auf unserer Bühne finden häufig Diskussionen statt, in unserer Buchhandlung findet man Literatur über die aktuellen Themen der Welt. Dass wir nun von rechten und linken Aktivisten für Ihre Zwecke benutzt werden, ist für uns und unser Team sehr ärgerlich. Wir verurteilen jegliche Gewalt, Hassreden und linke wie rechte Intoleranz.
Und zur Richtigstellung einiger Missverständnisse: Jeder kann bei uns reservieren, ausser an den Wochenenden.
Wir sind stolz auf unseren Beruf und haben meistens viel Freude täglich für Euch da zu sein.»

Der Angriff auf Mörgeli und Köppel ist der jüngste in einer Serie von linksextremen Vorfällen in der Stadt Zürich:

  • An der 1.-Mai-Feier attackieren Vermummte den «Weltwoche»-Journalisten Alex Baur.
  • Im September greifen Vermummte ein Polterabend-Gruppe im Niederdorf an. Bei den Polternden soll es sich um Rechtsextreme gehandelt haben.
  • Am 6. November stürmten ebenfalls Vermummte einen Vortrag des libertären Redners Axel Kaiser im «Karl der Grosse». Sie bewarfen Kaiser mit Eiern und Flüssigkeiten.