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LANDWIRTSCHAFT: Hornkuh-Initiative mit 120'000 Unterschriften eingereicht

Die sogenannte Hornkuh-Initiative kommt voraussichtlich vors Volk. Sie wurde am Mittwoch mit 120'859 beglaubigten Unterschriften bei der Bundeskanzlei eingereicht. Mit dem Begehren sollen Bauern mehr Subventionen bekommen, wenn sie ihren Kühen die Hörner nicht ausbrennen.
Bauern sollen für Kühe mit Hörnern - hier an der Viehschau in Trogen - mehr Subventionen erhalten. (Bild: Mareycke Frehner/Symbol)

Bauern sollen für Kühe mit Hörnern - hier an der Viehschau in Trogen - mehr Subventionen erhalten. (Bild: Mareycke Frehner/Symbol)

Es sei ein ganz besonderer Tag, sagte Bergbauer und Initiant Armin Capaul am Mittwoch vor den Medien in Bern. Mit Kuhglocken und Jodlern feierten die Initianten die Übergabe der Unterschriften an die Bundeskanzlei. Im Alleingang hatte die Interessengemeinschaft Hornkuh um Capaul die notwendigen Unterschriften gesammelt.

Die Interessengemeinschaft war im April 2012 gegründet worden. Zunächst hatte sie vergeblich einen sogenannten «Hornfranken» gefordert: Der Bund sollte für jede Hornkuh einen Franken pro Tag zahlen.

Am 28. September 2014 wurde schliesslich die Hornkuh-Initiative lanciert. Sie verlangt, dass Produktionsformen, die besonders naturnah, umwelt− und tierfreundlich sind, mit wirtschaftlich lohnenden Anreizen gefördert werden.

Insbesondere soll der Bund dafür sorgen, dass Halterinnen und Halter von Kühen, Zuchtstieren, Ziegen und Zuchtziegenböcken finanziell unterstützt werden, solange die ausgewachsenen Tiere Hörner tragen.

In der Schweiz werden den meisten Kälbern nach vorgängiger Schmerzausschaltung die Hornanlagen ausgebrannt. Laut der Nutztierschutzorganisation Kagfreiland sind inzwischen fast drei Viertel der Milchkühe hornlos.

Bauern enthornen ihre Tiere, um einerseits die Verletzungsgefahr zu senken, aber andererseits auch aus wirtschaftlichen Überlegungen: Denn Kühe mit Hörnern brauchen im Stall mehr Platz. (sda)

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