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Ladina Heimgartner steht für eine neue SRG

SRG Es ist nicht immer so, dass Mitarbeitende ihre Chefin oder ihren Chef sehen, wie die Öffentlichkeit sie oder ihn sieht. Nicht so bei Ladina Heimgartner: Beide Sichten decken sich bei der Direktorin von Radiotelevisiun Svizra Rumantscha (RTR) und stellvertretenden Generaldirektorin der SRG weitgehend. «Freundlich, professionell, kooperativ» sind Zuschreibungen, die man von RTR-Leuten in Chur hört – und zwar auch im vertraulichen Gespräch. Freundlich, professionell, nicht abgehoben und schon gar nicht von oben herab, so nimmt auch die Öffentlichkeit die junge Unterengadinerin wahr. Man darf also auf Authentizität schliessen – eine gerade im Medienbereich mit seinen eitlen Selbstdarstellern nicht allzu verbreitete Tugend.

Für die SRG ist Ladina Heimgartner die richtige Frau am richtigen Ort, und dies zur rechten Zeit. Im No-Billag-Getümmel ist die zierliche Rätoromanin denn auch so etwas wie das Aushängeschild einer neuen SRG – einer SRG, wie sie heute gerne wahrgenommen würde: bescheiden und sympathisch.

Genau so ist Heimgartner in der vielkritisierten «Arena» aufgetreten: Sie hörte aufmerksam zu, antwortete auf Fragen klug und umsichtig, blieb bei Kritik stets sachlich – und versprach glaubhaft, dass sich die SRG ändern werde. Dies auch ohne «No Billag» und schon deshalb, weil es die künftigen Herausforderungen verlangten.

Wer ist diese Frau, die vor noch nicht langer Zeit kaum jemand kannte, heute aber bereits als «Retterin der SRG» («Blick») bezeichnet wird? Ladina Heimgartner, Jahrgang 1980, hat in Fribourg Germanistik und Rätoromanisch studiert. Ihre journalistische Laufbahn begann unspektakulär, nämlich zur Jahrtausendwende bei den «Freiburger Nachrichten» und beim «Bündner Tagblatt».

Neugeschaffenen Bereich aufgebaut

Beim «Bündner Tagblatt» übernahm Heimgartner nach Ende des Studiums im Jahr 2006 die Leitung des Ressorts Kultur. Schon im Jahr darauf heuerte sie indes bei der SRG an: Erst war sie dort Redaktorin bei Radio Rumantsch, dann Leiterin des Ressorts Hintergrund und stellvertretende Chefredaktorin RTR. 2011 kam dann der nächste Karriereschritt: Heimgartner wechselte zur Generaldirektion der SRG in Bern, wo sie den neugeschaffenen Bereich Märkte und Qualität aufbaute und während dreier Jahre leitete. Seit August 2014 ist sie Direktorin von RTR und stellvertretende Generaldirektorin.

Aufgewachsen ist die junge Frau in ­Scuol; die Eltern besitzen dort ein Familienhotel. Zu ihrer heutigen Lebenssituation äussert sie sich knapp: «Liiert, keine Kinder.» Sie wolle ihr Privatleben privat halten, schiebt sie nach.

Obwohl von Bergen umgeben gross geworden, sieht sich Heimgartner «nicht als typische Berglerin». Gleichwohl schöpfe sie viel aus diesen, vertraute sie dem «Blick» kürzlich an: «Standhaftigkeit zum Beispiel.»

Den Beweis für diese Standhaftigkeit erbringt Heimgartner zurzeit öfters: Wenn die SRG jeweils in Veranstaltungen zu «No Billag» kritisiert wird, hört sie stets geduldig zu und bringt dann ihre Sicht der Dinge ein: bescheiden, klug und kompetent – eben halt so, wie man sich die SRG in Zukunft wünscht.

Richard Clavadetscher

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