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Kurt W. Zimmermann verlässt «Schweizer Journalist»

In der Chefredaktion des Branchenmagazins «Schweizer Journalist» kommt es zu einem Wechsel: Der streitbare Kurt W. Zimmermann verlässt die Zeitschrift.
Tobias Bär
Kurt W. Zimmermann. (KEYSTONE/Dominic Steinmann, 11. September 2015)

Kurt W. Zimmermann. (KEYSTONE/Dominic Steinmann, 11. September 2015)

Übernehmen wird David Sieber, der bis im September Chefredaktor der «bz Basel» und der «bz Basellandschaftliche Zeitung» war. Dies bestätigt Verleger Johann Oberauer auf Anfrage. Sieber übernimmt per Anfang April 2019 von Zimmermann.

Zimmermann hatte die Chefredaktion Anfang 2016 übernommen. Oberauer und Zimmermann konnten sich nicht mehr über die Richtung des Blattes einigen. Während seiner Laufbahn war der 67-Jährige unter anderem Chefredaktor der «Sonntags-Zeitung» und Herausgeber des Nachrichtenmagazins «Facts». Heute lebt Zimmermann mehrheitlich in Thailand und schreibt eine regelmässige Medienkolumne für die «Weltwoche», wo er gerne auch provoziert.

Empörte Reaktionen löste im Juli eine Twitter-Nachricht aus. Zimmermann sinnierte darüber, weshalb die in einer Höhle in Thailand eingeschlossenen Kinder mehr Medienaufmerksamkeit erhielten als die Flüchtlinge, die im Mittelmeer ertrinken. «Könnte damit zu tun haben, dass thailändische Kinder nicht in unsere Sozialsysteme einwandern und in der Silvesternacht keine Frauen vergewaltigen», schrieb Zimmermann. Später entschuldigte er sich und sprach von einem «Scheiss-Tweet».

Oberauer schreibt auf Anfrage, er habe sich mehr Rücksichtnahme auf die politische Orientierung vieler Journalisten und eine «weniger verlegernahe Haltung» des Chefredaktors gewünscht, so habe Zimmermann etwa die Zentralredaktionen von Tamedia und CH Media zu positiv beurteilt. Zimmermann habe hingegen auf seinen bekannten wirtschaftsliberalen Positionen bestanden. Oberauer und Zimmermann, die laut eigenen Angaben privat seit langem gut befreundet sind, haben sich auf eine Trennung geeinigt.

Nachfolger Sieber wurde im September als Chefredaktor der «bz Basel» und der «bz Basellandschaftliche Zeitung» entlassen und auf eigenen Wunsch freigestellt. Auf die Frage nach seinen Zukunftsplänen sagte der 56-Jährige damals, er müsse die Entlassung nun erst mal verdauen.

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