Kulturkampf, linke Frauen und ein Staatsbesuch

Politapéro

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Die freisinnige NZZ mausert sich zum Lieblingsgegner von CVP-Präsident und Nationalrat Gerhard Pfister (ZG). Letzte Woche warf Pfister NZZ-Chefredaktor Eric Gujer totalitäre Tendenzen vor, diese Woche gab es Häme für einen Artikel zum «stärksten Seriensportwagen der Welt». Wir lernen: Der Kulturkampf ist noch lange nicht vorbei.

«Es muss möglich sein zu provozieren, ohne danach unter der Gürtellinie angegriffen zu werden», sagt SVP-Nationalrat ­Andreas Glarner (AG). Vergangenes Jahr machte sich Glarner auf Facebook über das Aussehen zweier Kritikerinnen lustig und schrieb: «Ich verstehe, warum sie links und feministisch sind.» Eine blosse Provokation, nehmen wir an. Oberhalb der Gürtellinie.

«Die Schweiz ist ein anderer Planet», sagte der albanische Premierminister Edi Rama bei seinem Besuch in der Schweiz. In anderen Sphären muss sich auch Bundespräsidentin Doris Leuthard gewähnt haben, als sie Rama die Hand schüttelte. Der 2-Meter-Mann überragte Leuthard nämlich um zwei Köpfe.

Die Debatte zur Rentenreform veranlasste Nationalratspräsident Jürg Stahl (SVP) zur Anwendung eines Disziplinierungsinstruments: Zum ersten Mal überhaupt musste der Zürcher mit der Glocke für Ruhe im Saal sorgen. Dass er den rätlichen Lärmpegel bisher ohne Gebimmel dämpfen konnte, hat digitale Gründe. So verriet Stahl in Luzern, dass er lärmtechnische Rädelsführer ­jeweils direkt mit Handyanruf diszipliniert. Mit Erfolg.

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