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KRANKENVERSICHERERVERBAND: Cassis-Nachfolge bei Curafutura ist noch offen

Die beiden Vizepräsidenten bleiben interimistisch an der Spitze. Die Suche fokussiert sich auf eine Nachfolgeregelung ausserhalb des Verbands.

Vor zwei Wochen hat der neugewählte Bundesrat Ignazio Cassis letztmals eine Sitzung des Vorstandsausschusses von Curafutura, der gemeinsamen Organisation von CSS, Helsana, Sanitas und KPT, geleitet. «Er wird in diesen Tagen aus unserem Verband austreten», bestätigt Curafutura-Sprecher Rob Hartmans auf Anfrage. Cassis tritt das Bundesratsamt am 1. November an.

Doch einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für den seit 2013 amtierenden Curafutura-Präsidenten gibt es beim Krankenversichererverband noch nicht. «Die Vizepräsidenten Philomena Colatrella (CEO CSS) und Thomas Szucs (VRP Helsana) führen damit den Verband weiter», sagt Hartmans. So wie sie es bereits seit einigen Wochen gemeinsam tun. Wobei Colatrella die exekutiven Aufgaben – Sitzungen mit Behörden, Tarifpartnern usw. – obliegen.

Dabei hatte der designierte Vorsteher des Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) sein Amt als Verbands-präsident schon seit Anfang August – als seine Bundesratskandidatur fest stand – nach aussen ruhen lassen. Seit dem 20. September, dem Wahltag, ist klar, dass Cassis Curafutura aufgrund seiner neuen Aufgabe verlassen wird.

Initiative erschwert Suche

«Die Regelung der Nachfolge findet unter Führung der beiden Vizepräsidenten statt», führt Hartmans aus, «und fokussiert auf Persönlichkeiten ausserhalb von Curafutura». Weitere Informationen gibt es dazu keine – auch nicht dazu, ob «ausserhalb des Krankenversichererverbands» gleich «innerhalb des Bundesparlaments» bedeutet. Wahrscheinlich ist dies auf den ersten Blick, zumal die Interessenvertretung für die Krankenversicherer unter der Bundeskuppel ebenso zentral wie umstritten ist. Eine jüngst lancierte Volksinitiative aus der Westschweiz sieht vor, dass Parlamentarier künftig weder dem Verwaltungsrat noch der Geschäftsleitung oder der Aufsicht eines Krankenversicherers angehören dürfen.

Dies ist denn auch der Grund dafür, weshalb es dem Vernehmen nach gleichwohl nicht ganz einfach ist, eine profilierte Parlamentarierlösung für das hoch dotierte Mandat zu finden. Wie dem auch sei: «Der nahende Rücktritt von Ignazio Cassis erfordert eine baldige Nachfolgeregelung», war für Curafutura schon am Wahltag des Tessiners klar.

Gut möglich, dass diese vor der Wintersession bekannt sein wird. Auch wenn unsicher ist, ob SVP-Nationalrat Heinz Brand, Präsident von Santésuisse, dem anderen grossen Krankenversichererverband, auch in Zukunft kurze Wege zu seinem Amtskollegen beziehungsweise zu seiner Amtskollegin haben wird.

Balz Bruder

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