Kommission fordert mehr Plätze in Frauenhäusern

BERN. Die Kantone sollen sicherstellen, dass genügend Plätze in Frauenhäusern und anderen Institutionen zur Verfügung stehen, die Menschen Schutz vor Gewalt bieten. Die zuständige Nationalratskommission möchte dies im Gesetz verankern.

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BERN. Die Kantone sollen sicherstellen, dass genügend Plätze in Frauenhäusern und anderen Institutionen zur Verfügung stehen, die Menschen Schutz vor Gewalt bieten. Die zuständige Nationalratskommission möchte dies im Gesetz verankern.

Mit 9 zu 8 Stimmen bei 2 Enthaltungen hat sich die Kommission für eine parlamentarische Initiative der ehemaligen SP-Nationalrätin und heutigen Zürcher Regierungsrätin Jacqueline Fehr ausgesprochen. Die Nationalratskommission hatte sich anhand von Berichten über die heutige Situation informiert. Ist die ständerätliche Schwesterkommission einverstanden, kann sie die Gesetzesarbeiten an die Hand nehmen.

Fehr schreibt in ihrem Vorstoss, vielerorts fehlten geeignete Einrichtungen. Im Jahr 2012 hätten mehr als 2000 Frauen in Frauenhäusern Schutz vor gewalttätigen Familienmitgliedern gesucht. Über 1000 Frauen seien mangels Platz abgewiesen worden. Kinder wiederum würden oft mangels geeigneter Einrichtungen vorübergehend in Spitälern untergebracht. (sda)