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Kommentar

Armee-Orientierungstag für Frauen: Mehr Zwang bringt nichts

Inlandredaktor Michel Burtscher über Frauen in der Schweizer Armee.
Michel Burtscher
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Verteidigungsminister Guy Parmelin will mehr Frauen für die Armee gewinnen. Darum schlug er vor, dass der Orientierungstag künftig auch für sie obligatorisch sein soll. Dies haben nun die kantonalen Militärdirektoren abgelehnt – weil dafür die Verfassung geändert werden müsste. Das wäre unverhältnismässig. Damit haben sie recht – aber das ist nicht der einzige Grund.

Eine bessere Durchmischung würde der Armee guttun. Heute beträgt der Frauenanteil magere 0,7 Prozent. Doch es ist zweifelhaft, ob ein Zwang die gewünschte Wirkung gehabt hätte. In den meisten Kantonen werden Frauen schon jetzt zu den Infotagen eingeladen. Trotzdem sind sie dort Exoten. Das Interesse ist bei der Mehrheit schlicht nicht vorhanden.

Hinzu kommt, dass eine Frau schon heute in die Armee gehen kann, wenn sie will und tauglich ist. Die Militärdirektoren wollen nun, dass Frauen künftig in allen Kantonen zur Orientierung eingeladen werden. Und dass sie als Amtstermin gilt. Zu viel darf man sich davon nicht erhoffen. Vielmehr müsste die Armee daran arbeiten, das Militär besser vereinbar mit der heutigen Lebens- und Arbeitswelt der Jungen zu machen. Dann werden sich auch mehr Frauen für eine Militärkarriere entscheiden – ganz ohne Zwang.

michel.burtscher@tagblatt.ch

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