Kindstötung in Flaach: Kesb hat "nachvollziehbar" gehandelt

Die Kindes– und Erwachsenenschutzbehörde Winterthur-Andelfingen hat im Zusammenhang mit den beiden getöteten Kinder in Flaach "nachvollziehbar und vertretbar" gehandelt. Zu dieser Einschätzung gelangt die Direktion der Justiz des Innern des Kantons Zürich. Dennoch soll der Fall noch unabhängig beurteilt werden.

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Die Platzierung der beiden Kinder im Heim - wie es die Kesb angeordnet hat - war laut Untersuchung "geboten und korrekt". (Bild: Keystone)

Die Platzierung der beiden Kinder im Heim - wie es die Kesb angeordnet hat - war laut Untersuchung "geboten und korrekt". (Bild: Keystone)

Die ausserordentliche Tragik der Ereignisse mache es nötig, dass unabhängige Fachleute die Vorkommnisse noch vertiefter untersuchten, heisst es in der Mitteilung der Justiz des Innern (JI) vom Freitag. Zwei Fachpersonen wurden deshalb mit einer interdisziplinären Beurteilung des behördlichen Handelns im Fall Flaach beauftragt.

Die Aufsichtsbehörde hatte in den vergangenen zwei Wochen die Berichte und Akten analysiert und zusätzliche Informationen eingeholt. Gestützt darauf hält die JI fest, dass die Platzierung der beiden Kinder im Heim zum Zeitpunkt der Verhaftung der Eltern "geboten und korrekt" gewesen sei.

Gemäss Bericht gab es zudem Gründe, die dafür sprachen, die Kinder für die Dauer weiterer Abklärungen nicht bei der Mutter oder den Grosseltern wohnen zu lassen. Der Mutter sei aber mündlich "ausführlich zum Ausdruck gebracht worden", dass man ihr die Kinder wieder in die Obhut geben werde.

Die Tragödie ereignete sich am Neujahrstag in Flaach. Die Mutter wollte ihre Kinder nach Weihnachten nicht zurück ins Heim bringen. Vermutlich deshalb erstickte sie ihren 5-jährigen Sohn und die 2-jährige Tochter. (sda)