Kindgerechte Justiz – auch für unbegleitete Flüchtlingskinder

Der Verein Kinderanwaltschaft Schweiz fordert eine bessere Betreuung für unbegleitete minderjährige Asylsuchende. Deren Zahl hat sich schweizweit in den vergangenen Monaten vervielfacht.

Odilia Hiller
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Die Zahl unbegleiteter minderjähriger Asylsuchender in der Schweiz ist auf fast 4000 angestiegen. (Bild: Urs Bucher)

Die Zahl unbegleiteter minderjähriger Asylsuchender in der Schweiz ist auf fast 4000 angestiegen. (Bild: Urs Bucher)

BERN. Der Verein Kinderanwaltschaft Schweiz fordert, dass die Betreuung der unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden (UMA) landesweit verbessert, vereinheitlicht und professionalisiert wird. Vor allem die rechtliche Betreuung im Asylverfahren lasse zu wünschen übrig. Grundsätzlich habe jedes unbegleitete Flüchtlingskind Anspruch auf zwei Bezugspersonen: eine unabhängige Rechtsvertretung und einen Beistand.

Zurzeit kommen jeden Monat Hunderte von UMA in der Schweiz an. Ihre Zahl hat sich seit Ende 2014 von knapp 800 auf fast 4000 verfünffacht. Noch Ende Oktober waren es unter 2000 gewesen, wie aktuelle Zahlen des Staatssekretariats für Migration zeigen. In den Kantonen Appenzell Inner- und Ausserrhoden, Thurgau und St. Gallen waren Ende November total 344 von ihnen registriert. Die meisten werden in Heimen untergebracht. In aller Regel fungieren die Heimleitungen als die gesetzlich vorgesehene «Vertrauensperson», welche die Kantone stellen müssen.

Mehr zum Thema in der Ostschweiz am Sonntag vom 27. Dezember.

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