Keine Vorschriften bei Goldreserven

BERN. Der Nationalrat will der Schweizerischen Nationalbank keine Mindestgoldreserve von 1000 Tonnen vorschreiben. Er hat einen entsprechenden Vorstoss der SVP mit 102 zu 63 Stimmen verworfen.

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BERN. Der Nationalrat will der Schweizerischen Nationalbank keine Mindestgoldreserve von 1000 Tonnen vorschreiben. Er hat einen entsprechenden Vorstoss der SVP mit 102 zu 63 Stimmen verworfen. Auch vier weitere Initiativen aus den Reihen der SVP zum Gold und den Währungsreserven fanden danach keine Mehrheit. So lehnte es der Nationalrat ab, die Goldreserven für unverkäuflich zu erklären und sie zwingend in der Schweiz zu lagern.

Und er wollte der Nationalbank auch nicht vorgeben, die Währungsreserven im Verhältnis zur Bilanzsumme der Grossbanken und zu den Importen in die Schweiz wieder auf den Stand des Jahrs 2000 anzuheben und den Goldanteil bei einer Erhöhung der Währungsreserven beizubehalten. Die Ratsmehrheit war der Auffassung, dass die Nationalbank ihren Handlungsspielraum behalten soll. Die Stabilität des Schweizer Frankens habe mit der Abschaffung des Goldstandards nicht gelitten.

Die SVP argumentierte vergeblich, das Gold spiele für das Vertrauen in die Währung und die Stabilität der Schweiz eine wichtige Rolle und sei gerade auch in Krisenzeiten wichtig. (ap)

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