Kein weiteres Frankenpaket

Der Bundesrat musste viel Kritik einstecken, als er im August angekündigt hatte, die Wirtschaft mit 2 Milliarden Franken unterstützen zu wollen. In der Folge redimensionierte und etappierte er sein Hilfspaket gegen den starken Franken. In einem ersten Schritt hiess das Parlament 870 Mio.

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Der Bundesrat musste viel Kritik einstecken, als er im August angekündigt hatte, die Wirtschaft mit 2 Milliarden Franken unterstützen zu wollen. In der Folge redimensionierte und etappierte er sein Hilfspaket gegen den starken Franken. In einem ersten Schritt hiess das Parlament 870 Mio. Franken gut; ein Grossteil für die Entschädigung von Kurzarbeit. 2012 sollte ein zweites Paket folgen. In den letzten Tagen war aus der Verwaltung, Politik und Wirtschaft allerdings zu vernehmen, dass es nicht mehr als dringlich eingestuft wird. Mit 16 zu 6 Stimmen hat sich gestern die nationalrätliche Kommission für Wirtschaft und Abgaben gegen ein weiteres Frankenpaket ausgesprochen. Im Moment dränge sich ein solches nicht auf, begründete Kommissionspräsident Hansruedi Wandfluh (SVP/BE) den Entscheid. Die Möglichkeiten der Politik, etwas gegen den starken Franken auszurichten, seien beschränkt, so Wirtschaftshistoriker Tobias Straumann. «Die Hauptverantwortung liegt bei der Nationalbank.» (eru)