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Kein Alkohol unter 18 Jahren

Coop verkauft künftig kein Bier mehr an Personen unter 18 Jahren. Der Entscheid könnte Signalwirkung für die Politik haben.
Stefan Schürer

Wer unter 18 Jahre alt ist, erhält bei Coop ab Juni keinen Alkohol mehr. Der Detailhändler reagiert mit dem Entscheid auf Bestrebungen in verschiedenen Kantonen, die Alterslimite für den Verkauf von Bier und Wein per Gesetz auf 18 Jahre zu erhöhen. Die Kantone wollen mit der Erhöhung des Schutzalters die vielfach beklagten Alkoholexzesse unter Jugendlichen eindämmen. Weit fortgeschritten sind solche Vorhaben in den Kantonen Zug und Baselland. Bereits in Kraft ist eine derartige Regelung im Kanton Tessin.

Dort gilt für Jugendliche unter 18 Jahren ein generelles Alkoholverbot. Wie beim Schutz von Passivrauchern könnte dem Tessin damit auch in Sachen Alkoholverkauf gesamtschweizerisch eine Vorreiterrolle zukommen.

«Die anderen Kantone werden auch beim Alkoholverkauf nachziehen», prognostiziert Karl Weisskopf, Mediensprecher von Coop. Für Weisskopf wäre gar eine gesamtschweizerische Lösung wünschenswert. Weisskopf verweist auf die Debatte in den beiden Basel. Während der Kanton Baselland ein Verkaufsverbot für unter 18jährige plant, habe man dies in Basel-Stadt abgelehnt. «Solche Differenzen können nicht der Weisheit letzter Schluss sein.»

Wirkungsloses Verbot

Doch ein generelles Alkoholverbot für Minderjährige ist umstritten. «Das bringt nichts», sagt Gregor A. Rutz, Vorstandsmitglied der IG Freiheit. «Die Jugendlichen ändern ihr Verhalten nicht.» Das Verbot lasse sich leicht umgehen, indem Volljährige den Alkohol besorgen würden. «Der Alkoholkonsum verlagert sich so in einen Graubereich.» Rutz wirft auch die Frage auf, wieso ein 17jähriger kein Bier trinken solle. Monique Helfer, Mediensprecherin der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme, begrüsst hingegen eine Heraufsetzung des Schutzalters. Doch zentral sei die Umsetzung. Und diese ist laut Helfer im Bereich Alkoholverkauf oft mangelhaft.

Keine höheren Abgaben

Die wirksamste Massnahme im Kampf gegen den Alkoholkonsum Jugendlicher zielt allerdings auf den Geldbeutel. Doch für eine Erhöhung der Biersteuer lässt sich politisch kaum eine Mehrheit finden. Die letzte Gesetzesrevision liegt erst zwei Jahre zurück. Nationalrätin Hildegard Fässler, Präsidentin der Kommission für Wirtschaft und Abgaben, würde eine Erhöhung zwar begrüssen. «Doch das ist schwer zu realisieren.»

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