Kampf gegen Hooligans Sache der Kantone

bern. Der Nationalrat setzt im Kampf gegen den Hooliganismus an Sportveranstaltungen ganz auf die Kantone. Im Gegensatz zum Ständerat hat er darauf verzichtet, auch eine Bundeslösung in der Hinterhand zu behalten.

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bern. Der Nationalrat setzt im Kampf gegen den Hooliganismus an Sportveranstaltungen ganz auf die Kantone. Im Gegensatz zum Ständerat hat er darauf verzichtet, auch eine Bundeslösung in der Hinterhand zu behalten. Im Sommer hatte der Ständerat eine klare Verfassungsgrundlage geschaffen, damit der bis Ende 2009 befristete Erlass von Meldeauflagen, Rayonverboten und Polizeigewahrsam auf Bundesebene dauerhaft möglich wird.

Stillschweigend beschloss der Nationalrat nun im Einklang mit seiner Rechtskommission, auf die Verfassungsvorlage und auf die Gesetzesänderung zu deren Vollzug nicht einzutreten. Damit drückte der Zweitrat klar seine Präferenz für eine kantonale Lösung aus. Demnach sollen die Kantone die bisherigen Massnahmen gestützt auf ein interkantonales Konkordat weiterführen. Die Kantone seien für die öffentliche Sicherheit zuständig, sagte Kommissionssprecher Alfred Heer. (sda)

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