Schweiz - Italien

Italienische Regierung verlängert Steueramnestie bis April

Italien hat eine Verlängerung der Steueramnestie beschlossen. Damit will der Staat weitere Milliarden Euro an Auslandsvermögen in das Land zurückholen. Das Kabinett habe ein entsprechendes Dekret verabschiedet, hiess es in Regierungskreisen.

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Es ist viel Geld im Spiel: Die italienische Regierung verlängert die Steueramnestie (Symbolbild)

Es ist viel Geld im Spiel: Die italienische Regierung verlängert die Steueramnestie (Symbolbild)

Keystone

Damit bleibe die ursprünglich bis Mitte Dezember geltende Amnestie bis Ende April in Kraft. Mit der Verlängerung werde zugleich die einmalige Strafsteuer auf das zurückgeführte Vermögen von fünf auf sechs Prozent erhöht, hiess es weiter.

Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Regierung rechne damit, dass weitere rund 30 Milliarden Euro illegal im Ausland geparktes Kapital zurück nach Italien transferiert würden. Dies brächte zusätzliche Steuereinnahmen von rund 1,8 Milliarden Euro.

Während der ursprünglich dreimonatigen Amnestiedauer waren nach Angaben von Finanzminister Giulio Tremonti 80 Milliarden Euro zurück nach Italien geflossen. Dies bescherte dem Staat Steuermehreinnahmen in Höhe von knapp fünf Milliarden Euro.

Eines der Ziele des "Scudo", wie die Steueramnestie auf italienisch genannt wird, war es, den Bankenplatz Lugano trockenzulegen. Gemäss der Tessiner Bankiervereinigung (ABT) hatte die Massnahme spürbare Folgen. Die Rede ist von 30 bis 40 Milliarden Euro, die vom Tessiner Finanzplatz abgezogen wurden.