IN ZUKUNFT KEIN ZWEITER WEIHBISCHOF IN DER DIÖZESE: Weihbischof Eleganti wechselt nach Chur

Der Churer Bischof Vitus Huonder holt Weihbischof Marian Eleganti von Zürich nach Chur. Eleganti übernimmt die Leitung des Priesterseminars St. Luzi. Einen zweiten Weihbischof soll es in der Diözese nicht geben, wie Huonder am Donnerstag bekanntgab.

(sda)
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Bischof Huonder wolle von Papst Benedikt XVI. keinen zweiten Weihbischof erbitten, hiess es. Bereits vor dieser Entscheidung habe Generalvikar Martin Grichting zum Ausdruck gebracht, als allfälliger Weihbischof nicht zur Verfügung zu stehen. Grichting war besonders von den Kantonalkirchen des Bistums als möglicher zweiter Weihbischof abgelehnt worden.

Weihbischof Eleganti übernimmt in Chur die Leitung des Priesterseminars von Ernst Fuchs, der sich mit dem Diözesanbischof überworfen hat. Fuchs stellt sein Amt als Regens wegen schwerwiegender sachlicher Differenzen mit dem Bischof zur Verfügung.

Zürcher Katholiken begrüssen Huonders Personalentscheide
Bischof Huonders Personalentscheide kommen bei den Zürcher Katholiken gut an. Insbesondere die Tatsache, dass es keinen zweiten Weihbischof namens Martin Grichting geben wird.

Die Möglichkeit, dass der umstrittene Generalvikar Grichting hätte Weihbischof werden können, habe die Zürcher Gemüter erhitzt, sagte Christian Breitschmid, Informationsbeauftragter des Generalvikariats.

«Der Verzicht auf einen zweiten Weihbischof nimmt der Diskussion die Schärfe und bringt Entspannung», sagte Breitschmid. In Zürich hatte man sich vor einem zweiten Fall Wolfgang Haas gefürchtet.

Dass Zürich künftig keinen eigenen Weihbischof mehr hat, ist laut Breitschmid kein Problem. Marian Elegantis Weggang werde allerdings bedauert, da die Zusammenarbeit mit ihm nach einem schwierigen Start sehr angenehm geworden sei: «Es ist schade, dass er geht.»

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