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Kolumne

Immer wieder Drama mit der Fussball-Nati

«Drama, Baby, Drama!», hat mal einer in Heidi Klums TV-Show gesagt. Genau so kommt es mir vor. Es ist immer Drama mit der Nati.
Etienne Wuillemin

Es gibt viele Geschichten des Wahnsinns in der jüngeren Vergangenheit. An der WM 2006 wechselt Köbi Kuhn im Achtelfinal kurz vor dem Penaltyschiessen Alex Frei aus. Die Erinnerung daran wird mit Xhakas Auswechslung am Dienstag aufgefrischt, die Wunden nur noch grösser. Unter Ottmar Hitzfeld gab es den Kollaps gegen Island: vom 4:1 zum 4:4.

Dann die WM 2014. Das Auftaktspiel gegen Ecuador, der wilde Ritt von Behrami, das Tor von Seferovic, 2:1-Sieg in letzter Sekunde. Die Krönung im Achtelfinal gegen Argentinien misslingt. Aber die letzten Sekunden sind legendär. Dzemaili köpfelt an den Pfosten, der Ball prallt ans Schienbein. Daneben. Aus, vorbei.

Vladimir Petkovic übernimmt. Und auch mit ihm: Immer wieder Drama! In der EM-Quali gelingt gegen Slowenien nach einem 0:2-Rückstand noch ein 3:2. Drei Treffer innert 14 Minuten. Im EM-Achtelfinal gegen Polen fliegt Shaqiri durch die Luft, erzielt ein Traumtor. Doch wieder Tränen nach dem Penaltyschiessen. WM-Barrage gegen Nordirland. Grosses Zittern. Rodriguez rettet auf der Linie. Das Volk pfeift gegen Seferovic. Die Szenerie macht fassungslos. Wie die Doppeladler an der WM gegen Serbien. Eigentlich ist auch sportlich genug Drama mit dabei, Shaqiri schiesst den Siegestreffer in der Nachspielzeit.

Und nun dieses 3:3 gegen Dänemark. Nein, es wird wirklich nie langweilig. Das darf gerne so bleiben.

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