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Identität der Opfer ist geklärt: Vier Erwachsene und zwei Kinder kamen beim Brand in Solothurn ums Leben

Zwei tote Elternpaare, zwei tote Kinder und drei Waisenkinder, die zurück bleiben: Das ist die traurige Nachricht, die die Polizei gestern vermelden musste, als die Identität der Opfer geklärt war.
CH Media

Für zwei Familien endete die Nacht auf Montag an der Wengistrasse 40 in Solothurn unermesslich tragisch. Zwei Elternpaare und je ein Kind haben ihr Leben verloren. Zurück bleiben drei Kinder, die durch das Brandunglück über Nacht zu Vollwaisen geworden sind. Dies hat die Kantonspolizei am Dienstagabend mitgeteilt.

Nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei verursachte ein unsachgemässer Umgang mit Raucherwaren den Brand. (Bild: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)
Die Spuren des Brandes mit sechs Toten in Solothurn: Das Feuer zerstörte das Erdgeschoss komplett. (Bild: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)
Beim Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Nähe der Altstadt von Solothurn entstand starker Rauch. Sechs Personen starben, mehrere Personen befinden sich im Spital. (Bild: Handout Kantonspolizei Solothurn)
Das Brandunglück mit sechs Toten ereignete sich im Mehrfamilienhaus (rechts) in Solothurn. Die Brandursache ist noch unklar. (Bild: KEYSTONE/STEFAN LANZ)
Sechs Menschen starben beim Brand des Mehrfamilienhauses in Solothurn. (Bild: Kapo SolothurnSolot)
Der Brand sei auch für Rettungskräfte physisch und psychisch sehr belastend, sagte Polizeisprecher Bruno Gribi. (Bild: Handout Kantonspolizei Solothurn)
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Tragödie in Solothurn: Sechs Menschen sterben bei Brand

Die eine, fünfköpfige Familie stammte aus Äthiopien. Die zweite, vierköpfige Familie aus Eritrea. Sie bewohnten je eine Wohnung im Haus. Die Eltern waren zwischen 27 und 33 Jahre alt. Eines der verstorbenen Kinder war im Schulalter, das andere ein Kleinkind.

Zurück bleiben drei Kinder aus den beiden Familien, die zu Waisen wurden. Sie sind derzeit im Spital. «Zwei davon sind schwer und eines mittelschwer verletzt», teilt die Kantonspolizei mit.

Ausreisepflichtig oder mit unbekanntem Aufenthaltsstatus

Die äthiopische Familie bewohnte eine der vier Wohnungen, die der Kanton Solothurn in der Liegenschaft gemietet hat. In diesen Wohnungen waren elf Personen aus dem Asylbereich untergebracht, wie die Chefin des kantonalen Amtes für soziale Sicherheit, Claudia Hänzi, auf Anfrage mitteilt. «Bei diesen handelte es sich um Personen mit einem negativen Asylentscheid, die ausreisepflichtig waren», sagt Hänzi. Nicht unter der Obhut des Kantons war die Familie aus Eritrea. Ihr Aufenthaltsstatus ist nicht öffentlich bekannt.

«Die vier Wohnungen sind unserem Zentrum in Oberbuchsiten zugeordnet; wobei auch die Betreuung von dorther sicher gestellt wird», sagt Hänzi. Die Amtschefin betont: «Wir mieten lediglich Infrastruktur, bei welchen die zwingenden Brandschutzvorgaben eingehalten sind.

Das war auch bei den fraglichen Wohnungen der Fall.» In den Aussenwohnungen des Zentrums würden zudem nur Personen untergebracht, die in der Lage seien, selbstständig zu wohnen. «Aber auch in diesen Fällen sind regelmässige Kontakte und eine professionelle Betreuung durch die Zentren gewährleistet.»

20 Personen im Haus

Über 20 Personen waren in der Brandnacht im Haus. Nur neun Personen seien an der Adresse gemeldet gewesen, hatte Stadtpräsident Kurt Fluri am Montag gesagt. Dazu erklärt Claudia Hänzi: Die vom Kanton untergebrachten Personen müssten nicht ordentlich angemeldet werden. «Sie haben nur Aufenthalt in Solothurn und sind bei uns registriert. Der Stadt ist bekannt, dass wir diese Wohnungen gemietet haben.» Bei der Kantonspolizei betont man, dass die Wohnverhältnisse derzeit noch Gegenstand der laufenden Abklärungen seien.

Eine Zigarette hatte das Inferno ausgelöst. In diesem Zusammenhang hat die Polizei eine Person vorläufig festgenommen. Die Staatsanwaltschaft hat seither eine Strafuntersuchung eröffnet.

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