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Interview

HSG-Rektor über die Strafanzeige im Spesenskandal: «Es wird jährlich jedes Institut intern und extern überprüft»

Der Universitätsrat der HSG hat Strafanzeige gegen den deutschen Rechtsprofessor Peter Sester eingereicht. Uni-Rektor Thomas Bieger glaubt nicht, dass sich die Spesenaffäre negativ auf die Campus-Abstimmung auswirken wird. Die St.Galler Bevölkerung könne das trennen.
Tim Naef
HSG-Rektor Thomas Bieger. (Bild: Ralph Ribi)

HSG-Rektor Thomas Bieger. (Bild: Ralph Ribi)

Thomas Bieger, Peter Sester wurde mit sofortiger Wirkung von sämtlichen Aufgaben entbunden. Heisst dies im Umkehrschluss, dass er bislang noch von der HSG angestellt war?

Herr Sester zog während der ganzen Zeit seit Bekanntwerden des Vorfalls ein Forschungssemester ein. Dieses kann ein Angestellter der HSG alle sieben Jahre beziehen.

Hat die Universitätsleitung Herrn Sester das Forschungssemester nahegelegt, um ihn aus der Schussbahn zu nehmen?

Nein. Er hatte dieses bereits vor dem Bekanntwerden der Vorfälle geplant und auch beantragt.

In der Folge hat die Universität die Spesenabrechnungen genau unter die Lupe genommen. Wurden einzig die Abrechnungen von Herrn Sester kontrolliert?

Es werden jedes Jahr sämtliche Institute von externen aber auch von internen Stellen überprüft. Natürlich wurde wegen des aktuellen Falls nochmals extra genau hingeschaut.

Hat man bei der Überprüfung weitere Verfehlungen gefunden?

Nein. Meines Wissens gibt es auch bei anderen Instituten keinen weiteren besonderen Handlungsbedarf.

Im Juni 2019 stimmt die St.Galler Bevölkerung über den HSG-Campus ab. Befürchten Sie, dass die Spesenaffäre rund um Herrn Sester einen negativen Einfluss auf die Abstimmung hat?

Das glaube ich nicht. Ich bin fest davon überzeugt, dass die St.Galler Stimmbevölkerung diese beiden Vorgänge trennen kann.

Wie meinen Sie das?

Es sind zwei völlig verschiedene Ereignisse. Zum einen handelt es sich um interne Verfehlungen, welche die Universität nun mit grösstmöglicher Transparenz aufzuklären versucht. Zum anderen geht es bei der Abstimmung um ein zukunftsträchtiges Generationenprojekt, welche die HSG, aber auch die Stadt St.Gallen für kommende Aufgaben wappnen soll. Ich bin überzeugt, dass das Stimmvolk diese beiden Vorgänge separat betrachten wird.

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