Höhere Abzüge für Kinderbetreuung

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Familienpolitik Der Bundesrat will die Fremdbetreuung von Kindern steuerlich begünstigen. Höhere Abzüge sollen für 2500 zusätzliche Vollzeitstellen sorgen. Dafür müssten Bund und Kantone auf 35 Millionen Franken Steuereinnahmen verzichten. Diese Vorschläge, die die Regierung in die Vernehmlassung schickt, gehen auf die 2011 lancierte Fachkräfte-Initiative zurück. Tiefere Kinderbetreuungskosten sollen es mehr gut aus­gebildeten Frauen erlauben, zu arbeiten.

Bei der direkten Bundessteuer können heute pro Kind unter 14 Jahren bis zu 10100 Franken abgezogen werden. Das ist in vielen Fällen deutlich weniger als die effektiven Kosten. Gemäss Vernehmlassungsbericht kostet ein nichtsubventionierter Krippenplatz für fünf Tage pro Woche zwischen 2200 Franken und 2700 Franken pro Monat. Ungefähr auf dieses Niveau möchte der Bund den maximalen Abzug erhöhen. Er schlägt bei der Bundessteuer eine neue Obergrenze von 25000 Franken vor. Wie bisher würde der Abzug allen Eltern zustehen, die aufgrund von Erwerbstätigkeit, Ausbildung oder Erwerbsunfähigkeit auf eine externe Kinderbetreuung angewiesen sind. Der Bund will auch die Kantone zu einem Mindestabzug von 10000 Franken verpflichten. Diese legen die Höhe der Abzüge derzeit in eigener Kompetenz fest. In den meisten Kantonen sind solche zwischen 5000 und 10000 Franken zulässig. Auf einen fixen Betrag verzichtet der aus föderalistischer Zurückhaltung. (sda)