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Rückblick Schweiz: Historischer Frauentag

Gleich zwei Frauen schaffen im Dezember den Sprung in den Bundesrat. Dabei rückt die Geschlechterfrage in den Hintergrund.
Barbara Inglin
Blumen für die Neugewählten: Viola Amherd (links) und Karin Keller-Sutter. (Bild: Anthony Anex/Keystone, Bern, 5. Dezember 2018)

Blumen für die Neugewählten: Viola Amherd (links) und Karin Keller-Sutter. (Bild: Anthony Anex/Keystone, Bern, 5. Dezember 2018)

Zum Jahresende setzten sich die Frauen durch. Am 3. Dezember einigten sich die Räte darauf, dass grosse Unternehmen künftig prüfen müssen, ob sie Männer und Frauen gleich viel Lohn zahlen. Nur zwei Tage später wurden, erstmals überhaupt in der Geschichte der Schweiz, zwei Frauen gleichzeitig in den Bundesrat gewählt. Damit stellen die Frauen neu immerhin drei der sieben Bundesräte.

Fast noch historischer als die Doppelwahl war allerdings, dass die Frauenfrage völlig in den Hintergrund geriet. Im Wahlkampf standen die Qualifikationen der Kandidatinnen (und der Kandidaten) im Vordergrund. Nicht Geschlechterquoten, sondern Dossierfestigkeit, politische Ausrichtung, Sprachkenntnisse, Vernetzung und nicht zuletzt die regionale Herkunft sorgten für Diskussionen.

Frauenvertretung im ­Parlament in Gefahr

Ob die bessere Vertretung der Frauen allerdings nachhaltig ist, wird sich im Wahljahr 2019 zeigen. Derzeit besetzen Frauen nur einen Drittel der Nationalrats­sitze, im Ständerat liegt der Frauenanteil bei lediglich 15 Prozent. Die Frauenorganisation Alliance f warnt bereits, dass eine ganze Reihe profilierter National- und Ständerätinnen angekündigt habe, nicht zur Wiederwahl anzutreten. Momentan sei nicht absehbar, dass an ihrer Stelle Frauen nachrücken werden.

Mit der Kampagne «Helvetia ruft!» will die Organisation deshalb mehr Frauen dazu motivieren, in die Politik einzusteigen. Und jene, die sich bereits engagieren, sollen besser unterstützt werden. Das Ziel für die nationalen Parlamentswahlen ist klar: Der Frauenanteil im Parlament soll massiv gesteigert werden. Ob dies gelingt, wird sich am 20. Oktober 2019 zeigen.

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