Heute kommt erst der Wind – und dann der Temperatursturz

Gestern war ein ganz schön warmer Tag. Ein wenig zu warm für Anfang Februar. Diese Warmfront liess die Schneefallgrenze auf deutlich über 2000 Metersteigen; dazu gab und es im Flachland kräftigen Südwestwind, auf den Bergen stürmischen Westwind.

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Gestern war es richtig warm.

Gestern war es richtig warm.

Keystone

(dfr/watson) Im Wallis kam es deswegen zu zwei Erdrutschen. Diese blockieren die Strassen ins Matter- und ins Saastal. Wann die Strassen wieder befahrbar sind, ist laut der Walliser Kantonspolizei noch unklar.

Heute Morgen ist es derweil ähnlich mild wie gestern: Manch einer wird schwitzend in seiner Winterjacke durch die Gegend laufen. Und das trotz verbreitetem Regen und starkem Wind.

Damit ist aber bald Schluss. Wie Meteonews schreibt, lassen die Niederschläge im Laufe des Tages von Westen her zwar nach, wirklich nennenswerte Auflockerungen gibt es aber in erster Linie in der Romandie. Im Osten bleibt der Himmel dagegen meist grau und wolkenverhangen. Im Flachland weht starker Südwestwind mit Böen von 60 bis 80 km/h, auf den Bergen tobt ein Weststurm. An exponierten Stellen kommt es zu Orkanböen.

In der Nacht zum Dienstag kommt es dann zum Temperatursturz. Eine massive Kaltfront wird uns in der zweiten Nachthälfte oder am frühen Dienstagmorgen erfassen. Sie sorgt für kräftige und gewittrig durchsetzte Schauer, wahren Grund zur Sorge bereitet aus heutiger Sicht aber der Wind.

Bei Durchzug der Front muss verbreitet mit Sturmböen von über 100 km/h gerechnet werden – dies zuerst im Flachland, kurz darauf mit der einfliessenden Kaltluft und dem markanten Druckanstieg auch in den Alpentälern. Durch die kanalisierende Wirkung sind auch hier schwere Sturm- oder lokal sogar Orkanböen möglich.

Daraufhin sinkt die Schneefallgrenze wieder bis in tiefe Lagen. Gleichzeitig stellt sich aber im Flachland auch ein wechselhafter Wettercharakter ein, zwischen durchziehenden Schnee- und Graupelschauern gibt es auch Auflockerungen. Entlang der Berge beginnt sich die Feuchtigkeit allmählich zu stauen, bis zum Mittwochmorgen schneit es hier immer wieder – an den Voralpen und in den Tälern wird es weiss. Am Mittwochvormittag fällt vor allem am Alpennordhang noch etwas Schnee, dann kommt es auch hier zu einer nachhaltigen Wetterberuhigung.

In der zweiten Wochenhälfte zeigt sich das Wetter dann vergleichsweise ruhig und hochdruckbestimmt. Im Flachland steigen die Temperaturen nur langsam an, in den Bergen wird es dagegen wieder rasch milder.