HC Thurgau mit einem glanzvollen Abschluss der Qualifikation

Der HC Thurgau bezwingt in einer spektakulären und temporeichen Partie Qualifikationssieger Kloten vor 2119 begeisterten Zuschauern in Weinfelden mit 2:1. Dank dieses Erfolgs verteidigt die Mannschaft von Trainer Stephan Mair Platz fünf und trifft im Playoff-Viertelfinal auf den EHC Visp.

Thomas Werner
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Bild: Mario Gaccioli

Kloten versuchte in den Schlussminuten alles, um einen negativen Abschluss der Regular Season zu verhindern. Thurgau zeigte sich aber bereits im Playoff-Modus und verteidigte den knappen Vorsprung, nicht zuletzt dank einer ausgezeichneten Leistung von Goalie Janick Schwendener. Dieser liess sich auch von einem Materialschaden im Mitteldrittel nicht aus dem Konzept bringen. Nicola Aeberhard vertrat in während zehn Minuten bestens.

Kloten mit starkem Beginn

Kloten wollte Thurgau von Beginn an mit seinem Tempohockey überfordern. Direktes Spiel nach vorne und ein konsequentes Forechecking sollten zu einer frühen Führung führen. Der ehemalige Internationale Fabian Sutter hatte denn auch bereits in den ersten drei Minuten zwei erstklassige Abschlussmöglichkeiten. Weitere Gelegenheiten zum Führungstreffer für die Gäste folgten. Die Thurgauer nahmen aber das Tempo der Zürcher Unterländer mutig an, auch wenn sie vorerst vornehmlich mit Defensivaufgaben beschäftigt waren. Als sich Kloten dann mit zwei Strafen selbst etwas aus dem Rhythmus brachte, kam auch Thurgau zu Chancen und dem ersten Treffer gar näher als der Qualifikationssieger. Ein Abschluss von Topskorer Melvin Merola landete an der Latte.

Der Thurgauer Steigerungslauf ging nach der ersten Pause fast ungebremst weiter. Plötzlich musste Kloten den Grossteil seiner Energie für die Erfüllung von Abwehrpflichten verwenden. Das Heimteam wusste aber aus seinem Übergewicht keinen resultatmässigen Profit zu ziehen. Die heikelstes Situation die Kloten-Goalie Dominic Nyffeler überstehen musste, war als Fabio Hollenstein in der 39. Minute nur den Pfosten traf.

Verspätete Anerkennung des 0:1

Der Führungstreffer gelang dann doch den Klotenern. Sie mussten ihn allerdings fast zweimal erzielen. Denn nachdem der Puck in der 44. Minute für alle Zuschauer sichtbar im Thurgauer Tor gelandet war, schauten sich die Schiedsrichter die TV-Bilder einer Aktion an, die sich gut eine Minute zuvor abgespielt hatte. Und sie entschieden, dass Adrian Wetli bereits da, das 0:1 erzielt hatte. Nachdem die Uhr zurückgestellt worden war, brauchten die Thurgauer nur 41 Sekunden für eine Antwort. Janik Loosli traf zum 1:1. Sechs Minuten später gelang Merola gar der Siegtreffer.

Die Einstellung und Moral für die finale Phase der Meisterschaft stimmt beim HCT. Die Zeit für die Detailvorbereitung auf den Playoff-Start ist aber kurz, bereits am kommenden Mittwoch steht die erste Runde der Best-of-7-Serie der Viertelfinals im Wallis auf dem Programm.