«Habe vor Jahren gewarnt»

Bundesrat Johann Schneider-Ammann sieht vor allem einen Weg, wie die 1:12-Abstimmung zu gewinnen ist: Mittelständische Unternehmen sollen zeigen, dass sie der Normalfall sind.

Marina Winder
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Bundesrat Johann Schneider-Ammann bittet die Unternehmer dringend, sich jetzt der Öffentlichkeit zu zeigen. (Bild: Keystone)

Bundesrat Johann Schneider-Ammann bittet die Unternehmer dringend, sich jetzt der Öffentlichkeit zu zeigen. (Bild: Keystone)

Vor zwölf Jahren, damals noch als Swissmem-Präsident, warnte Bundesrat Johann Schneider-Ammann allen voran die Finanzindustrie vor den Folgen von Lohnexzessen. «Ich habe damals gesagt: Wenn ihr nicht vernünftig werdet, dann wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis das die Politik korrigiert.» Er bedauere zutiefst, dass über die Jahre, die zur Verfügung gestanden hätten, die Vernunft - und damit meint er eine Selbstregulierung - nicht Einzug gehalten habe.

Es liege deshalb nun an den Unternehmern, aufzuzeigen, dass es sich bei den Lohnexzessen um Ausnahmen handle und dass der Grossteil der Unternehmer Mass halte, sagt er im Interview mit unserer Zeitung. Selber sei er zu seiner Zeit als Unternehmer mit gutem Beispiel vorangegangen. Das Lohnverhältnis in seiner Firma lag zwischen 1:10 und 1:15. «Das Gehalt war für mich nicht primär wichtig.»

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