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Groteske Müesli- Studien des Bundes

Zur Sache
Kari Kälin

Wir rauchen zu viel, bewegen uns zu wenig und ernähren uns ungesund: Regelmässig schlagen Bundesstellen Alarm wegen des hiesigen Lebensstils. Zuletzt war das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) an der Reihe. Zu süss, zu salzig und zu fettig verpflege sich die Schweizer Bevölkerung. Angesichts solcher Nachrichten grenzt es an ein Wunder, dass die Lebenserwartung stetig steigt.

Das BLV erhebt nicht nur den Mahnfinger, sondern betreibt selber Forschung. Es lässt Studien erstellen zum Thema Zuckerreduktion bei Frühstückcerealien und Joghurt – was einen sechsstelligen Betrag an Steuergeldern verschlingt. Von der Staatsforschung profitieren sollen unter anderem Unternehmen wie Coop, Migros, Emmi oder Nestlé. Richtig gelesen: Auch der Schweizer Nahrungsmittelgigant, der Milliardenkonzern mit Milliardengewinn, kann auf die Unterstützung des Bundes zählen.

Die behördlichen Lebensmittelstudien sind aus mehreren Gründen grotesk. Es handelt sich erstens um eine versteckte Subvention an ohnehin erfolgreiche Firmen. Zweitens ist es fraglich, ob die Privatwirtschaft die gewonnenen Erkenntnisse tatsächlich in die Produktion einfliessen lässt. Und drittens liegt es im ureigenen Interesse der Branche, selber Forschung zu betreiben. Das tut sie selbstverständlich – auch mit dem Ziel, den Zuckergehalt zu senken. Denn bessere und ja, gesündere Produkte, sind ein Marketingtrumpf.Die unnötigen Aktivitäten des Bundes in der Müesli-Forschung zeigen: Es ist beim Bund noch reichlich Sparpotenzial vorhanden. Seite 5

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