Corona-Krise

Grösste Rückholaktion des Landes: Dieser Berner erlebte bange Stunden bis zur Rückkehr seiner Frau

Am Mittwochmorgen landete im Rahmen der grössten Rückholaktion des Landes die vierte Charter-Maschine am Flughafen Zürich. An Bord des Fliegers aus der peruanischen Hauptstadt Lima befanden sich 288 Passagiere. Darunter auch die Ehefrau von Dominique Antenen aus Leubringen BE.

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Dominique Antenen aus Leubringen im Kanton Bern blickt auf aufwühlende Tage zurück: Weil seine Frau Paula Veronica in Peru weilte, als sich das Coronavirus auch in Südamerika zusehends ausbreitete, annulierte die Fluggesellschaft ihren Rückflug aus der Hauptstadt Lima. «Ich musste dann von hier aus schauen, ob ich etwas Neues für sie finde», erklärt Antenen.

Doch dies gestaltete sich alles andere als einfach. Der Berner fand zwar einen Flug am 2. April nach Panama. Doch auch dort ist wegen der Corona-Situation derzeit alles dicht. «Es herrschte eine grosse Unsicherheit, ob man überhaupt an ein Ticket für den Rückflug kommt.»

Abwarten und hoffen

Dann erhielt Antenens Ehefrau die Nachricht des EDA, dass Schweizer in Südamerika mit Rückholflügen in die Heimat geholt werden. «Sie wartete darauf, dass sie auf eine der Passagierlisten kommt», erklärt Dominique Antenen und fügt an: «Das war aber nie der Fall.» Plötzlich erhielt die Frau dann doch noch eine Nachricht, dass sie sich zusammen mit anderen Schweizern auf einem Platz in Lima besammeln soll. Dort hiess es abzuwarten – und zu hoffen, dass ein Platz im Flugzeug frei wird.

Und Paula Veronica Antenen hatte Glück: Sie erhielt einen Platz in einem der Charterflüge und landete am Mittwochmorgen am Flughafen Zürich. Mit ihr an Bord waren 287 weitere Passagiere, die wegen des Coronavirus die Reise nach Hause antraten. Mit Atemschutzmaske durfte sie nach der langen Odysee ihren Ehemann in die Arme schliessen, ehe es mit dem Auto zurück nach Hause ging. (luk)