Gössi gegen Einerkandidatur

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Bundesratswahl FDP-Parteipräsidentin Petra Gössi schliesst eine Einerkandidatur für die Nachfolge Didier Burkhalters aus. Ihre Partei habe dem Parlament immer eine Auswahl gegeben, sagte sie der NZZ. Das werde auch bei dieser Neubesetzung nicht anders sein. Gössi verlangte von den anderen Parteien, sich an das Ticket zu halten. So habe es bei früheren Vakanzen auch die FDP jeweils getan. Entscheiden über das Ticket werde am 1. September die Fraktion, sagte die Parteipräsidentin.

Diese Aussage richtete sich gegen die Forderungen von SP und GLP nach einer neuen FDP-Bundesrätin. SP-Präsident Levrat hatte den Freisinnigen nahegelegt, zwei Frauen zu nominieren. Auch der als neuer GLP-Präsident nominierte Jürg Grossen möchte lieber eine zusätzliche Frau als einen Tessiner. An die Adresse der SVP hielt Gössi fest, dass es um die Wahl einer Vertreterin oder eines Vertreters der FDP gehe. «Diese Person soll für unsere liberalen Positionen im Bundesrat kämpfen, das heisst für mehr Arbeitsplätze, für sicher finanzierte Sozialwerke und für den Erhalt der bilateralen Verträge.» SVP-Parteipräsident Albert Rösti hatte in einem Interview einen FDP-Aussenminister gefordert, der sich gegen ein Rahmenabkommen mit der EU stelle.

Einziger bereits vorgeschlagener Kandidat ist der als Kronfavorit gehandelte Tessiner Nationalrat Ignazio Cassis. In Westschweizer Kantonen sind noch keine Entscheide gefallen. (sda)