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GESUNDHEIT: Fälle von Legionärskrankheit nehmen zu

2017 registrierte der Bund knapp 500 Fälle der Legionärskrankheit, das sind rund 35 Prozent mehr als 2016. Die steigenden Fallzahlen seien zwar beunruhigend, aber noch kein akutes Problem.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) beobachte, dass die Fälle der Lungenkrankheit in der Schweiz langsam und stetig stiegen, teilte das Bundesamt gestern auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA mit. Zuvor hatte der «Sonntags-Blick» über die steigenden Krankheitsfälle berichtet.

Es handle sich aber nicht um eine akute Epidemie oder einen grossen lokalen Ausbruch. Die Gründe für die steigenden Zahlen seien vielfältig und im Detail noch nicht vollständig geklärt.

Wie viele Patienten durch die Krankheit gestorben sind, ist dem BAG nicht bekannt. Man gehe aber davon aus, dass 5 bis 10 Prozent der Erkrankten trotz Antibiotikabehandlung sterben. Das BAG habe eine Arbeitsgruppe ­gebildet und arbeite eng mit dem Bundesamt für Lebensmittel­sicherheit und Veterinärwesen (BLV) zusammen. Das BLV erarbeite die Richtlinien für die Überwachung der Wasserqualität und die technischen Grundlagen für die Warmwasseraufbereitung.

Ansteckung durch Wassertröpfchen

Die Legionellose, auch als Legionärskrankheit bezeichnet, ist eine schwere Lungenentzündung, die durch bestimmte ­Legionella-Bakterien ausgelöst wird, wie der Webseite des BAG zu entnehmen ist. Diese Bakterien befinden sich natürlicherweise im Wasser – in stehendem Wasser bei Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad Celsius können sie sich besonders gut vermehren.

Betroffen sind daher etwa Wasserleitungen, Wasserhähne, Duschköpfe, Whirlpools und lüftungstechnische Anlagen. Die Ansteckung erfolgt beim Einatmen von zerstäubten Wassertröpfchen.

Zwei bis zehn Tage nach der Ansteckung zeigen sich Symptome wie Fieber, Husten, Muskel- und Kopfschmerzen. Die Krankheit kann als leichte bis schwere Lungenentzündung verlaufen, wie es weiter auf der Webseite heisst. Zur Risikogruppe gehören starke Raucher. Ausserdem sind Männer mittleren Alters viel häufiger betroffen als Frauen. (sda)

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