Gericht prüft Haftentlassung von Daniel M.

Merken
Drucken
Teilen

Beratung Die Affäre um den mutmasslichen Schweizer Spion Daniel M., der derzeit in Deutschland in Untersuchungshaft sitzt, geht weiter. Gestern wurde am deutschen Bundesgerichtshof die Haft des Ende April verhafteten Mannes geprüft. Der Entscheid steht noch aus. Die mündliche Beratung sei jedoch zu Ende, sagte ein Sprecher des Generalbundesanwalts. Der Ermittlungs­richter des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe werde seinen Entscheid innerhalb einer Woche kommunizieren. Die deutschen Behörden werfen dem 54-jährigen Schweizer vor, während über fünf Jahren für einen ausländischen Geheimdienst tätig gewesen zu sein. Er soll unter anderem versucht haben, einen Maulwurf in der Finanzverwaltung von Nordrhein-Westfalen zu platzieren. Die Anwälte des Schweizers hatten Anfang Juni die Aufhebung des Haftbefehls beantragt. Ihr Mandant habe zwar «gelegentlich kleinere Aufträge» vom Nachrichtendienst des Bundes (NDB) erhalten, räumen sie in ihrer schriftlichen Eingabe an den Bundesgerichtshof ein. Die Aufträge des NDB habe er dann auch ausgeführt, sie seien aber «von eher untergeordneter Bedeutung» gewesen, schrieben die Verteidiger weiter. (sda)