Genfs Regierungspräsident liebäugelt mit einer Bundesratskandidatur

Nach dem Erfolg der Grünen in den Parlamentswahlen, stellt sich nicht nur die Frage: Sollen die Grünen in die Regierung? Sondern auch: Falls ja, wer? Aus Genf meldet nun ein ehemaliger Nationalrat Interesse an.

Benjamin Weinmann aus Genf
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Schliesst eine Bundesratskandidatur nicht aus: Antonio Hodgers. (KEYSTONE)

Schliesst eine Bundesratskandidatur nicht aus: Antonio Hodgers. (KEYSTONE)

Nach der grünen Welle von den Wahlen am Sonntag stellt sich innerhalb der Grünen die Frage, wer denn als möglicher Bundesrat überhaupt in Frage käme. Schon früh wurden einige Namen genannt: Parteipräsidentin Regula Rytz (57) soll gute Chancen haben, genauso wie Nationalrat Bastien Girod (38) sowie der früherer Berner Regierungsrat Bernhard Pulver (54) und die Nationalrätin Maya Graf (57). Ebenfalls zum potenziellen Favoritenkreis gezählt wird der Genfer Regierungsratspräsident Antonio Hodgers. Und dieser meldete nun auch sein Interesse am Amt in Bern an.

Er schliesse eine Kandidatur nicht aus, sagte er am Mittwoch in der RTS-Sendung Forum. Der 43-jährige Exekutivpolitiker mit argentinischen Wurzeln, der von 2007 bis 2013 schon im Nationalrat sass, sagt, dass viele Punkte noch offen seien. "Weil ich bereits sechs Jahre in Bern war und heute in der Exekutive bin, ist es natürlich eine Frage, die sich stellen kann."

Nötig wären laut Hodgers aber Diskussionen in Bern mit der Parteileitung, noch sei das Thema einer Kandidatur sehr abstrakt. Vieles hänge von den politischen Umständen in Bern ab. Zudem erwarte er, dass die Grünen wenn schon eine weibliche Kandidatur bevorzugen würden. "Hinzu kommen persönliche, familiäre Überlegungen meinerseits", so Hodgers.