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Kommentar

Ganz harmlos ist die E-Zigarette nicht

Die Europäische Lungengesellschaft warnt vor den E-Zigaretten. Diese seien nicht so harmlos, wie uns das die Werbung weismache. Zudem könnten sie für Jugendliche den Einstieg in die Welt der Raucher vereinfachen.
Bruno Knellwolf
Bruno Knellwolf, Redaktor Focus.

Bruno Knellwolf, Redaktor Focus.

Der Aufruhr der Lungenärzte rührt daher, dass trotz Prävention, Aufklärung, Verboten und Einschränkungen immer noch 1,1 Milliarden Menschen rauchen und die Tabakepidemie weltweit voranschreitet. In westlichen Ländern zwar nicht, dafür findet die Tabakindustrie immer mehr Kunden in Russland und China. In westlichen Ländern macht die Industrie vielen die E-Zigaretten schmackhaft. Mit Erfolg, in der Schweiz ist zwischen 2013 und 2015 der Anteil an der Bevölkerung, der einmal eine E-Zigarette geraucht hat, von 7 auf 14 Pro-zent gestiegen. Dieser E-Raucher-Markt wird nun laufend mit trendigen Produkten erweitert.

Suchttherapeuten sehen in den E-Zigaretten eine konkrete Möglichkeit für Raucher, auf eine deutlich weniger schädliche Alternative umzusteigen. In der Summe entsteht dem Raucher durch Verdampfen statt Verbrennen weniger Schaden. Lungenärzte erklären dagegen, in den E-Zigaretten habe es, wenn auch weniger, trotzdem krebserregende Schadstoffe, über deren Langzeitwirkung man nichts wisse. Und weil das Rauchen gerade auch in der Schweiz viele Jugendliche weiterhin fasziniert, fürchten vor allem Kinderärzte, dass das Nikotin im Dampf der E-Zigarette zum Einstieg in die Welt der Raucher führe. Deshalb gilt wohl, dass der Umstieg auf E-Zigaretten für den einzelnen Raucher zwar durchaus Sinn macht, im grösseren Rahmen, auch in der Gesetzgebung, der Fokus aber weiter gefasst werden muss. Da muss es das Ziel sein, Jugendliche generell vom Rauchen abzuhalten. Denn die Raucherkarrieren beginnen zu 90 Prozent vor dem 18. Altersjahr.

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