Galgenfrist für Regionalflugplatz-Betreiber

Eigentlich müssten Schweizer Regionalflugplätze wie St.Gallen-Altenrhein seit Anfang 2016 einen grösseren Teil der Kosten für die Flugsicherung tragen. Das reisst Millionenlöcher in die Kassen der Betreiber. Der Bundesrat gewährt ihnen nun eine Galgenfrist bis Ende Jahr.

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Blick aus dem Tower des Airport Altenrhein. (Bild: Ralph Ribi)

Blick aus dem Tower des Airport Altenrhein. (Bild: Ralph Ribi)

Der Bundesrat hat am Mittwoch beschlossen, Regionalflugplätzen wie Bern-Belp, Lugano-Agno oder St. Gallen-Altenrhein mehr Geld aus dem Ertrag der Mineralölsteuer zukommen zu lassen. Es geht um 7 Millionen Franken, rund ein Fünftel der gesamten Kosten für die Flugsicherung auf den insgesamt elf Schweizer Regionalflugplätzen.

Dieser Betrag fehlt, weil die Flugsicherung Skyguide ihre Dienste nicht mehr mit Gebühren quersubventionieren darf, die bei den Landesflughäfen erhoben werden. Diese nehmen mehr Geld ein, weil dort mehr und grössere Flugzeuge starten und landen.

Eine neue europäische Regelung, die auch für die Schweiz gilt, verbietet nun aber die Umverteilung der Gebührengelder. Dieses Jahr noch greift der Bund den Regionalflugplätzen finanziell unter die Arme, danach müssen sie die insgesamt 7 Millionen Franken selber aufbringen.

In dem Zusammenhang ist in letzter Zeit Kritik an der Monopolstellung von Skyguide laut geworden. Diese verhindert, dass die Regionalflugplätze die Flugsicherung von einem günstigeren Anbieter erledigen lassen können. (sda)

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