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GADHAFI-AFFÄRE: Eine Libyen-Geisel benötigt kein Visum

BERN/TRIPOLIS. Libyen hält die beiden Schweizer noch immer fest – wegen Verstosses gegen Visa-Bestimmungen. Diese Begründung ist laut «24 heures» in einem Fall nicht zulässig. Rachid Hamdani konnte visumfrei einreisen.
Der libysche Staatschef Muammar Gadhafi fordert, dass sich die Schweiz abermals entschuldigt. (Bild: Keystone)

Der libysche Staatschef Muammar Gadhafi fordert, dass sich die Schweiz abermals entschuldigt. (Bild: Keystone)

Denn der 68-jährige Doppelbürger besitzt laut der Westschweizer Zeitung «24 heures» einen tunesischen Pass. Dieser erlaube Hamdani, sich ohne Visum in Libyen aufzuhalten. Das bestätigte auch das Departement des Äusseren gegenüber «24 heures». Ein Abkommen aus dem Jahr 2001, das 2007 bestätigt wurde, hält fest, dass die libysche Visumspflicht nicht für tunesische Bürger gilt, ist in der Westschweizer Zeitung zu lesen. «Tripolis treibt ein permanent falsches Spiel», zitiert «24 heures» eine gut informierte Quelle. Riadh Sidaoui, ein Genfer Schriftsteller mit tunesischen Wurzeln, liefert die Erklärung für das seltsame Verhalten des Wüstenstaates: «Wir haben das Unmögliche gewagt und Hannibal Gadhafi verhaftet.»

Wie «24 heures» schreibt, wollte sich der tunesische Aussenminister zur Angelegenheit nicht äussern. Eine Quelle weiss laut der Westschweizer Zeitung jedoch: «Diplomaten haben das Thema angesprochen.»

Hamdani soll private Kontakte zur Gadhafi-Familie unterhalten. «24 heures» fragt sich, weshalb der schweizerisch-tunesische Doppelbürger nicht einfach zu seinem tunesischen Pass greift und das Land verlässt.


Seit über einem Jahr hält der Wüstenstaat zwei Schweizer fest. Sie sollen gegen Visabestimmungen verstossen haben. Das bestätigte auch der libysche Aussenminister.

Libyen verhaftete die beiden Schweizer, nachdem die Genfer Polizei Hannibal Gadhafi und dessen Ehefrau gegen Kaution frei liess. Bedienstete hatten das Ehepaar wegen Körperverletzung, Drohung und Nötigung angezeigt. (dbu)

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