Fussballfans sollen nicht mehr reguläre Züge nutzen

BERN. Randalierende Fussballfans hinterlassen in Zügen und Bussen regelmässig grosse Schäden. Allein den SBB entstehen durch Vandalismus jährlich Kosten von drei Millionen Franken. Um Gegensteuer zu geben, hat der Nationalrat gestern eine Motion seiner Sicherheitspolitischen Kommission (SIK) angenommen.

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BERN. Randalierende Fussballfans hinterlassen in Zügen und Bussen regelmässig grosse Schäden. Allein den SBB entstehen durch Vandalismus jährlich Kosten von drei Millionen Franken. Um Gegensteuer zu geben, hat der Nationalrat gestern eine Motion seiner Sicherheitspolitischen Kommission (SIK) angenommen.

Neuregelung bereits aufgegleist

Sie fordert eine Änderung des Personenbeförderungsgesetzes. Eine solche ist vom Bundesrat allerdings bereits an die Hand genommen worden; im Juni hat er eine Vernehmlassung eröffnet. Ziel ist es, die Transportpflicht zu lockern. Grossen Fangruppen soll es untersagt werden, in regulären Zügen zu reisen, wenn Extrazüge zur Verfügung stehen.

Die Emotionen gehen hoch

«Wir wollten auch von unserer Seite klarmachen, dass Handlungsbedarf besteht», sagt Edith Graf-Litscher (SP/TG), welche gestern die Haltung der SIK vertrat. Dass das Thema Emotionen weckt, bewiesen zahlreiche Fragen aus dem Rat. Keine Chance hatte die Idee, in Fällen von Hooliganismus Schnellgerichte einzuführen. Eine Mehrheit wollte nicht in die Kompetenz der Kantone eingreifen und fand, dass diese bereits jetzt auf schnelle Verfahren setzen könnten. (eru)