Fumoirs bleiben erlaubt

Die Wirte bremsen, die Lungenliga St. Gallen macht mit einer Initiative Dampf. Ursula Drechsler, Leiterin Tabakprävention der Lungenliga, zur Diskussion rund ums Rauchverbot.

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Die Lungenliga St. Gallen hat am 12. August die Initiative für ein generelles Rauchverbot lanciert. Wie läuft das Sammeln?

Ursula Drechsler: Zuerst muss ich präzisieren, dass das Rauchen in Fumoirs auch bei Annahme unserer Initiative erlaubt bleibt. Die Unterschriftensammlung läuft gut, das Echo ist positiv.

Die nötigen Unterschriften dürften locker zusammenkommen. Wird dies noch vor Weihnachten der Fall sein?

Drechsler: Wir sind zuversichtlich, dass wir vor Ablauf der Sammelfrist am 12. Januar weit mehr als die nötigen 6000 Unterschriften zusammenbringen.

Wie ist die Unterschriftensammlung organisiert?

Drechsler: Die Unterschriftenbögen sind erhältlich in Arztpraxen, Apotheken, Drogerien oder bei der Lungenliga St. Gallen unter www.lungenliga-sg.ch.

Was halten Sie von der Forderung, in kleinen Quartierbeizen das Rauchen weiterhin zu erlauben, damit diese nicht aussterben?

Ursula Drechsler: Nichts. Serviceangestellte in kleinen Beizen verdienen denselben Schutz vor Passivrauchen wie alle übrigen Angestellten. Laut Gastroexperten gibt es in der Schweiz 10 000 Beizen zu viel. Das strukturelle Problem dauert schon viel länger als die Passivraucher-Debatte und ist die wahre Ursache des Beizensterbens. In Italien und Irland, aber auch im Tessin und in Graubünden profitieren sowohl die Beizen als auch die Gesundheit des Personals vom konsequenten Passivrauchschutz.

Interview: Thomas Walliser Keel

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