Für einmal eher tiefe Stimmbeteiligung

35,5 Prozent der Stimmberechtigten haben zur Arbeitslosenversicherung Stellung genommen. Dies ist eine vergleichsweise tiefe Stimmbeteiligung: Bei den meisten Abstimmungen liegt die Beteiligung über 40 Prozent.

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35,5 Prozent der Stimmberechtigten haben zur Arbeitslosenversicherung Stellung genommen. Dies ist eine vergleichsweise tiefe Stimmbeteiligung: Bei den meisten Abstimmungen liegt die Beteiligung über 40 Prozent. Das geringe Interesse an der einzigen eidgenössischen Vorlage dieses Wochenende hatte sich abgezeichnet: Von einem Abstimmungskampf war wenig zu spüren gewesen.

Schaffhausen wie immer top

Die höchste Stimmbeteiligung meldete einmal mehr Schaffhausen, der Kanton mit «Stimmzwang». 53,3 Prozent der Stimmberechtigten beteiligten sich am Urnengang. Vergleichsweise hoch war die Stimmbeteiligung ausserdem in den Kantonen Basel-Stadt (47,2 Prozent), Zug (42,5) und Wallis (42,1). Am geringsten war das Interesse im Kanton Glarus, wo nur 21,7 Prozent der Stimmberechtigten an die Urne gingen.

Und auch in Appenzell Innerrhoden verzichteten viele darauf, ihre Stimme abzugeben: Die Beteiligung lag bei 25,8 Prozent.

Beteiligung wie bei IV-Revision

Zu einem gesamtschweizerischen Tiefenrekord reichten die 35,5 Prozent aber nicht: Eine ähnlich niedrige Stimmbeteiligung gab es zuletzt im Juni 2007 zur IV-Revision. Und es gab schon Abstimmungssonntage mit einer Beteiligung unter 30 Prozent. Am wenigsten Stimmberechtigte gingen am 4. Juni 1972 an die Urne.

Nur 26,7 Prozent beteiligten sich damals an der Abstimmung über den Schutz der Währung und die Stabilisierung des Baumarktes. Mobilisiert haben in den vergangenen Jahren europapolitische Abstimmungen. Eine Spitzenbeteiligung von 78,7 Prozent hatte es bei der Abstimmung zum EWR-Beitritt 1992 gegeben. (sda)