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Freie Fahrt für Voralpen–Express

Der Voralpen-Express soll auch künftig direkt von St. Gallen nach Luzern verkehren. Die betroffenen Kantone und die SOB sprechen sich gegen die Stilllegung aus. Dafür soll der Zug mehr Touristen anlocken, etwa aus Asien.
Tobias Gafafer
Endbahnhof bleibt Luzern: Der Voralpen-Express unterwegs auf dem Sitterviadukt bei Bruggen. (Bild: Michel Canonica)

Endbahnhof bleibt Luzern: Der Voralpen-Express unterwegs auf dem Sitterviadukt bei Bruggen. (Bild: Michel Canonica)

BERN. Die Zukunft des Voralpen-Express (VAE), der von der Ost- in die Innerschweiz fährt, ist gesichert. Dies sagte Hans Altherr, Verwaltungsratspräsident der Südostbahn (SOB) und Ständerat (FDP/AR) unserer Zeitung am Rande der laufenden Parlamentssession. SOB-Direktor Thomas Küchler bestätigt: Das Konzept der SOB, das auch nach 2019 einen direkten VAE von St. Gallen nach Luzern vorsieht, sei von den Kantonen St. Gallen, Ausserrhoden, Schwyz und Luzern und vom Bund positiv aufgenommen worden. Zur Erinnerung: Die SOB hatte von den Kantonen 2013 den Auftrag erhalten, ab 2019 auch Alternativen ohne den VAE und ohne Direktverbindung bis Luzern zu prüfen. Die Kantone reden ein Wort mit, weil der Interregio-Zug nicht nur dem rentablen Fern-, sondern auch dem subventionierten Regionalverkehr dient.

«Ein Schnitt ins eigene Fleisch»

Den Ausschlag für den positiven Bescheid gab vor allem die gute Positionierung des VAE im Tourismusverkehr. «Die Kantone profitieren damit von Mehrerträgen», sagt Küchler. Die von der SOB geprüfte Stilllegung des Zuges hätte für die Kantone gar zu höheren Kosten geführt. Wegen geringerer Einnahmen aus dem Tourismusverkehr hätten sie höhere Abgeltungen für den subventionierten Regionalverkehr bezahlen müssen. «Alle betroffenen Kantone haben eingesehen, dass dies ein Schnitt ins eigene Fleisch wäre.» Der Tourismus- und Freizeitverkehr macht beim VAE rund die Hälfte der Einnahmen aus. Für Küchler ist die gute Nachricht auch eine Verpflichtung: «Wir müssen den VAE für den Tourismus attraktiv vermarkten.» So ist der Zug neu im internationalen Marketing von Schweiz Tourismus enthalten.

Die SOB will auch verstärkt Kunden aus Asien für die landschaftlich reizvolle Fahrt anlocken. Vor kurzem organisierte sie erstmals eine Pressereise für Journalisten aus dem Ausland. Für Küchler ist denkbar, dass asiatische Touristen nach der Ankunft in Zürich künftig einen Abstecher in die Unesco-Welterbestadt St. Gallen machen und mit dem VAE in die Innerschweiz fahren. Die Tourismusverbände Luzern und St. Gallen-Bodensee hatten sich stark für die Beibehaltung des Zuges eingesetzt.

Neues Rollmaterial

Die Attraktivität für den Tourismusverkehr ist gemäss Küchler eine Anforderung für die geplante Beschaffung von neuem Rollmaterial. Die bestehenden Kompositionen müssen bis 2019 ersetzt werden. Die Ausschreibung neuer Triebzüge soll 2015 erfolgen. Nicht geplant ist zurzeit die Einführung des Halbstundentakts beim VAE. Dafür soll die St. Galler S-Bahnlinie 4 ab 2019 neu bis Rapperswil verkehren – damit wird die SOB auf dieser Strecke pro Stunde einen zweiten Zug anbieten.

Offen ist, ob der VAE künftig zwischen Luzern und Arth-Goldau wie bisher über Küsnacht am Rigi oder über Rotkreuz verkehren wird. Thomas Küchler favorisiert jedoch die heutige, attraktivere Verbindung, da der VAE unter anderem direkt vor dem Verkehrshaus Luzern hält.

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