Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

FRAKTIONSCHEF: Zürcher SVP bringt Alfred Heer ins Spiel

Bis morgen können sich Kandidaten für das SVP-Fraktionspräsidium bewerben. Der Zuger Thomas Aeschi will Nachfolger von Adrian Amstutz werden. Doch Zürcher Parlamentarier favorisieren Nationalrat Alfred Heer.

Thomas Aeschi macht ernst. Der Zuger SVP-Nationalrat hat seine Kandidatur für das Amt des Fraktionschefs eingereicht, wie er auf Anfrage bestätigt. Der 38-Jährige hatte schon kurz nach dem Rücktritt von Amtsinhaber Adrian Amstutz Interesse angemeldet. Unklar ist, ob Aeschi der einzige Kandidat bleiben wird. Das Generalsekretariat der SVP will erst nach Ablauf der Frist morgen Dienstag Auskunft geben. Die Wahl des neuen Fraktionschefs findet am 17. November statt.

Seit 2013 ist Aeschi Vizepräsident der Fraktion. Da er über ­einen guten Draht zu SVP-Übervater Christoph Blocher verfügen soll, scheint Aeschi der Kronfavorit zu sein. Support erhält er vom Luzerner Nationalrat Felix Müri, der ebenfalls Vizepräsident der Fraktion ist und keine Ambitionen auf das Amt hegt. «Aeschi ist jung, dynamisch und dossier­sicher», sagt er.

Zweifel an Aeschis Kompetenz

Doch Aeschi muss mit Konkurrenz rechnen. Denn aus der Zürcher SVP werden Stimmen laut, die gerne einen der ihren an der Spitze der Fraktion sehen würden. Und hinter vorgehaltener Hand wird Aeschis Eignung für das Amt in Frage gestellt. Konrad Langhart, Präsident der Zürcher SVP, sagt: «Wir würden es begrüssen, wenn jemand für uns in die Hosen steigen würde.»

Doch wer könnte das sein? Genannt wurde immer wieder Gregor Rutz. Auf Anfrage sagt der Nationalrat, dass er sich aus beruflichen Gründen gegen eine Kandidatur entschieden habe, obwohl er das Amt «durchaus ­interessant» fände. Auch der Name von Alfred Heer fällt oft. Der 56-Jährige war schon einmal Fraktionschef, nämlich zwischen 2004 und 2008 im Zürcher Kantonsrat. Und dabei hat Heer, der seit 2007 im Nationalrat sitzt, ­offenbar einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Claudio Zanetti, Nationalrat aus Zürich, hat Heer als Fraktionschef im Kantonsrat erlebt. «Heer wäre eine hervorragende Lösung», sagt er. Dieser könnte das auf jeden Fall. Er kann sich auch vorstellen, dass Aeschi Präsident wird und Heer dessen Nachfolger als Vizepräsident. ­Aeschi sei sicher auch als Fraktionschef geeignet, sagt Zanetti. «Er kennt die Dossiers und ist als Vize schon oft eingesprungen.»

Heer will auf Anfrage keine Stellung nehmen. Klar ist, dass er von verschiedenen Mitgliedern der Fraktion bearbeitet wird. So auch von Barbara Steinemann. Die Zürcherin ist seit 2015 im ­Nationalrat und kennt Heer ebenfalls bestens aus dem Kantonsrat. «Damals haben wir mit ihm alles erreicht», sagt sie. Das brauche man jetzt auch im nationalen Parlament. Steinemann verweist zudem darauf, dass Heer perfekt dreisprachig sei. Das helfe enorm.

Nationalrat Heinz Brand sagt ab

Ob auch ein Kandidat aus der ­lateinischen Schweiz antritt, ist noch offen. Vizefraktionschefin Céline Amaudruz sagt, dass dieser Tage ein Treffen der Lateiner stattfinden werde, an dem man entscheide, ob es eine Westschweizer oder Tessiner Kandidatur geben wird. Die Waadtländer Nationalrätin selber sagt, dass sie das Amt interessiere, ihr Schweizerdeutsch aber nicht «Arena»-tauglich sei. Amaudruz sagt aber auch, dass bei gleicher Fähigkeit ein Vertreter der lateinischen Schweiz bevorzugt werden sollte.

Als möglicher Kandidat galt auch der Bündner Nationalrat Heinz Brand. Er sei von verschiedenen Parlamentariern bearbeitet worden, sagt Brand auf Anfrage. Doch er habe sich wie Rutz aus beruflichen Gründen gegen eine Kandidatur entschieden.

Dominik Weingartner

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.