Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Maschine statt Mensch: Flughäfen setzen auf automatisierte Gepäckschalter

Der Flughafen Zürich will Self-Service-Gepäckautomaten installieren und im Gegenzug bemannte Check-in-Schalter aufgeben. Stellen sollen deswegen aber nicht wegfallen.
Benjamin Weinmann
Check-in am Flughafen Zürich. (Bild: Christian Beutler/Keystone)

Check-in am Flughafen Zürich. (Bild: Christian Beutler/Keystone)

Die Zukunftsvision ist nicht mehr weit weg: Seit Jahren versuchen die Flughäfen dieser Welt, den Prozess vom Check-in bis zum Betreten des Flugzeugs komplett zu automatisieren. Die persönliche Bedienung durch einen Menschen: obsolet. Bei der Passkontrolle oder dem Einchecken ist dies vielerorts bereits der Fall. Nun geht der Flughafen Zürich einen Schritt weiter. Er plant, 20   Self-Service-Gepäckautomaten zu installieren und im Gegenzug 16 bemannte Check-in-Schalter aufzugeben.

Betroffen sind die Check-in-Bereiche 2 und 3. Ab Herbst finden erste Tests «hinter den Kulissen» statt. Zum Einsatz dürften die Gepäckautomaten laut eines Sprechers dann im zweiten Quartal 2020 kommen. Allein zehn Maschinen werden für die Lufthansa-Gruppe, zu der auch die Swiss gehört, reserviert sein. Voraussetzung für die Benutzung ist, dass der Passagier bereits eingecheckt ist.

Folge des Kostendrucks bei den Airlines

Ins Projekt involviert sind auch die Hub-Airline Swiss und die Abfertigungsfirma Swissport, die heute das Check-in-Personal in Zürich stellt. Die Baukosten betragen zwei Millionen Franken. Zum Zug kommt das Modell «AirGo 2.0» der deutschen Firma Materna IPS, gefertigt werden die rund 100000 Franken teuren Maschinen in Dänemark. In Toronto, Hamburg oder London-Gatwick kommen sie bereits zum Einsatz.

Als Grund für diesen Schritt nennt der Flughafen-Sprecher die Bedürfnisse der Passagiere nach mehr Flexibilität sowie den Kostendruck bei den Airlines und anderen Flughafen-Partnern. Die neuen Gepäckautomaten werden laut des Sprechers nicht völlig ohne Personal auskommen. Es brauche Mitarbeitende zur Eingangskontrolle und zur Unterstützung der Passagiere. Zudem werde es weiterhin regulär bediente Schalter geben. Ein grosser Vorteil sei, dass mit den neuen Modellen die Check-in-Öffnungszeiten deutlich länger seien. Deswegen erhoffe man sich kürzeren Wartezeiten für die Passagiere. So lautet denn auch der Wunsch der Swiss.

Eine Sprecherin der Firma Swissport sagt, durch die Automaten würden keine der 2500 Stellen in Zürich wegfallen. Das Personal werde künftig vermehrt bei der Benutzung der Drop-off-Schalter helfen und Dokumenten- und Handgepäck-Kontrollen durchführen. Auch am Basler Euroairport sollen Gepäckautomaten spätestens 2021 zum Einsatz kommen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.